By Roger | February 22, 2013 7:22 PM CET

Gerald Celente: Währungskriege führen zu Weltkriegen

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Gerald Celente: Währungskriege führen zu Weltkriegen

In einem Interview sagte Gerald Gelente, Editor und Herausgeber des Trends Journal, dass der andauernde Währungskrieg zu einem handfesten Weltkrieg eskalieren wird. Die Geschichte der 1930er Jahre werde sich dabei wiederholen.

Gerold Celente im Interview mit Yahoo! Finance

In einem Interview mit Yahoo! Finance sagte Gelente, dass sich die Geschichte, die zum 2. Weltkrieg führte nun wiederolen werde. Damals wie heute hatten wir eine weltweite wirtschaftliche Depression. Länder wie Japan hatten damals ihre eigene Währung gegenüber dem US-Dollar massiv abgewertet, um dadurch ihre eigene Exportindustrie zu schützen.

Celentes Prognosen stehen im scharfen Kontrast zu den Verlautbarungen der Finanzminister am G20-Treffen am vergangenen Wochenende. Man werde alle wettbewerbswidrigen Abwertungen der eigenen Währung unterlassen, hatten sie feierlich geschworen. "Wir alle am Tisch sind uns einig, dass wir jede Art von Währungsstreit vermeiden wollen," betonte etwa der kanadische Finanzminister Jim Flaherty, laut Reuters.

"Soll das ein Scherz sein!" fragte sich Celente.

"Der einzige Grund, warum die Volkswirtschaften der Welt - die Vereinigten Staaten, Europa und sogar China - etwas tun, ist wegen all dem billigen Geld, das sie in das System butterten. Aber sie nennen das nicht Währungskrieg. Die Jungs mit den weißen Schuhen haben dafür einen anderen Namen gefunden", sagte er. Mann nennt es allgemein Quantative Easing.

Aber Celente sagt, diese Programme und Bemühungen von Ländern wie Japan und Venezuela, die eigene Währung abzuwerten, sind Teil eines Währungskrieges, der auf jeden Fall auftritt.

Nach Celente sind die Währungsabwertungen eine „Katastrophe". Wenn ein Land damit anfängt, dann wächst der Druck auf andere, das gleiche zu tun. Am Ende werten alle ihre Währung ab, und wir erleben ein Wettrennen in den Abgrund.

"Japan hat in den 1930er Jahren seinen Goldstandard abgeschafft. [Sie] senkten ihre Währung. Diese entwertete sich um 60 Prozent gegenüber dem Dollar und um 40 Prozent gegenüber dem Pfund Sterling. Zuerst war es war ein Handelskrieg, dann wurde es zu einem Weltkrieg," sagte Celente.

Jetzt zeige sich der gleiche Zyklus. Erst hatten wir die große globale Rezession von 2008. Der folgte dann eine Depression in weiten Teilen der Welt wie Spanien, Portugal, Griechenland, Slowenien und sogar teilweise in Amerika, erklärte er.

Dazu gibt es nun Kriege in Syrien, in Yemen, wir hatten einen Krieg in Libyen. Es gibt Klassenkämpfe in Portugal und Spanien. "Die Weltkriege haben bereits begonnen. Die Menschen ignorieren diese Tatsache", sagte Celente.

Oder schauen Sie sich die Handelssanktionen gegen China und die Beschwerden an, die sich "vervierfacht" haben. Und dann schauen Sie sich Japan an, wie das Land mit seiner Währung bastelt. Den Kaufwert der Währung zu senken, kann zwar helfen, die Exporte zu steigern, aber gleichzeitig geht das auf Kosten der Importe und auf Kosten, der Sparer im eigenen Land.

"Das sind nur finanzielle Spielereien, wenn sie alles andere verloren haben, dann werden sie in den Krieg ziehen müssen. Es ist eine Wiederholung der Geschichte ", erklärte Celente.

Sehen Sie hier das Interview mit Gerald Celente.

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