By Roger | January 21, 2013 5:37 PM CET

Nordkorea erlaubt Ausländern eigene Handys zu benutzen

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Nordkorea erlaubt Ausländern eigene Handys zu benutzen

Zum ersten Mal dürfen ausländische Besucher im kommunistischen Nordkorea ihre eigenen Handys ins Land mitnehmen, berichteten chinesische Medien am Sonntag.

North Korean leader Kim Jong-Un (R) exchanges smiles with Ri Yong-ho during a military parade to mark the birth anniversary of the North's late leader Kim Jong-Il in Pyongyang, in this photo taken by Kyodo, February 16, 2012.

Besucher können jetzt eine SIM-Karte am Flughafen kaufen. Damit ist es ihnen möglich, internationale Anrufe zu tätigen, ausländische Botschaften in Pjöngjang und internationale Hotels anzurufen. Allerdings sind Ortsgespräche und ein Besuch im Internet verboten.

Ein Techniker von Koryolink, einem nordkoreanisch-ägyptischen Joint Venture, welches das 3G-Handy-Netz betreibt, sagte Chinas offizieller Nachrichtenagentur Xinhua, dass die neue Regelung bereits am 7. Januar in Kraft trat.

"Füllen Sie einfach das Anmeldeformular beim Zoll aus und geben Sie Ihre IMEI (International Mobile Equipment Identity)-Nummer an. Dann können Sie Ihr eigenes Handy nach Nordkorea mitbringen", sagte der ägyptische Techniker, der namentlich nicht erwähnt werden wollte.

Früher mussten alle Ausländer ihre Handys an der Grenze abgeben, diese bekamen sie erst beim Verlassen des Landes zurück.

Nach einer viel gepriesenen Reise nach Nordkorea zu Beginn dieses Monats sagte Google-Vorsitzender Eric Schmidt in Peking, er habe Pjöngjangs Funktionären gesagt, dass sich das Land nicht entwickeln werde, solange es keinen freien Zugang zum Internet gäbe.

Der Techniker sagte, dass der Schritt zur Lockerung der Bestimmungen für ausländische Handys nichts mit der Googlereise zu tun hätte.

Trotz der Lockerung ist es Ausländern immer noch nicht erlaubt, aufs Internet mittels 3G-Netz von Koryolink zuzugreifen.

Mitarbeiter von Koryolink sagten, dass der Internetzugang für Ausländer bald geöffnet werde. "Es ist kein technisches Problem, wir warten auf die Genehmigung der Behörden der DVRK."

Der in sich zurückgezoge asiatische Staat hat einen inländischen Intranet-Dienst mit einer begrenzten Anzahl von Nutzern. Analysten sagen, der Zugang zum Internet sei der Super-Elite des Landes vorbehalten - das heißt, ein paar hundert Menschen oder vielleicht höchstens 1.000 können, gemäß einem AFP-Bericht, frei surfen.

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