By Roger | December 27, 2012 6:20 PM CET

Krieg zw. China und Japan? Australischer Professor sagt, nächstes Jahr sei es möglich

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Krieg zw. China und Japan? Australischer Professor sagt, nächstes Jahr sei es möglich

Ein Professor in Australien machte die Vorhersage, dass ein neuer Krieg zwischen China und Japan wegen dem Streit um die "innerlich wertlosen" und "trivialen" Senkaku/Diaoyu-Inseln unvermeidbar sein wird, und dass auch die USA in diesen Krieg hineingezogen werden.

Flugzeugträger

Hugh White, Professor an der Australian National University, und ehemaliger Beamter des australischen Verteidigungsministerium glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die beiden asiatischen Riesen in den Krieg ziehen werden.

In einem Gastbeitrag, erschienen im Sydney Morning Herald, meinte White, dass der aktuelle Konflikt über die von beiden Seiten beanspruchten Inseln (auf japanisch Senkaku und auf chinesisch Diaoyu genannt) einen neuen Krieg entfachen wird.

White glaubt auch, dass die USA, Japans langjähriger Verbündeter, am Ende in den Konflikt hineingezogen wird. "Wundern Sie sich nicht, wenn nächstes Jahr die USA und Japan wegen ein paar unbewohnten Felsen gegen China in den Krieg ziehen werden.... Und gehen Sie auch nicht davon aus, dass das ein kurzer Krieg wird," schrieb White.

Eine US-Beteiligung an einem Krieg würde durch die jüngste Wende der US-Außenpolitik in Asien versucht werden. Die USA haben ihre militärische Präsenz in verschiedenen Teilen Asiens erhöht, China wird dadurch direkt bedroht.

Im Gegenzug hat sich China gegen den US-Druck zur Wehr gesetzt. Chinas gewaltige militärische Entwicklungen, einschließlich eines neuen Kampfjets und eines Flugzeugträgers, hat sowohl Japan als auch die USA in Rage gebracht.

Anfang dieser Woche gerieten japanische und chinesische Militärs in der Nähe der umstrittenen Inseln aneinander. Die Y-12, ein chinesisches Seeüberwachungsflugzeug, welches rund um das umstrittene Gebieten patroullierte, wurde von mehreren japanischen Kräften abgefangen.

Krieg wäre für keine beteiligte Partei von Interesse. Japans neue Führung kämpft damit, die Wirtschaft zu stabilisieren. China hat mit massiven politischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu tun. Doch gibt es von keiner Seite ein Anzeichen eines Rückziehers.

White glaubt, dass eine "kreative Diplomatie" vielleicht der einzige Weg ist, um die drei weltweit führenden Volkswirtschaften, von denen zwei mit Atomwaffen ausgerüstet sind, von einem Krieg abzuhalten.

Bereits jetzt sind Schäden an diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen sichtbar. Tatsächlich sind seit Beginn des Streits die Verkäufe von japanischen Autos in China um rund 50 Prozent gesunken. Gewaltsame Proteste in China und Boykotts japanischer Waren werden weiterhin die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Nationen belasten.

Allerdings glaubt die neugewählte japanische Regierung, dass der Konflikt noch rechtzeitig entschärft werden kann. Japans neuer Botschafter in China, Masato Kitera, kam am ersten Weihnachtstag in Peking an, und wurde von der Presse über die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Ländern befragt. In einem Zitat, welches in der Zeitung China Daily veröffentlicht wurde, drückte Kitera sein Interesse an einer Wiederbelebung der Beziehungen aus, welche seit über 40 Jahren andauerten.

"Wir können nicht zulassen, dass die Bemühungen der letzten 40 Jahre scheitern. Wir müssen die Probleme durch die Politik überwinden, um eine Normalisierung der Beziehungen zu erreichen; und ich denke, wir müssen erkennen, dass wir nicht die Befugnis haben, die Anstrengungen unserer Vorgänger auszulöschen", sagte er gesagt.

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