By Roger | December 6, 2012 9:59 PM CET

Syrien: Eine der wichtigsten Oppositionsgruppen bald auf US-Terrorliste

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Syrien: Eine der wichtigsten Oppositionsgruppen bald auf US-Terrorliste

Die syrische Opposition steht vor dramatischen Veränderungen. Wie Insider CNN berichteten, werden die USA nächste Woche eine der wichtigsten Oppositionsgruppen, al-Nusra Front, auf die Terrorliste setzen. Damit wollen die USA verhindern, dass aus Syrien ein islamistischer Staat wird, falls Assad gestürzt werden sollte.

Das US State Department hat in den letzten Monaten Beweise gesammelt, um die radikal islamistische Gruppe al-Nusra Front als Terrorbande bezeichnen zu können. Mit diesem Schritt würden sämtliche Konten der Gruppe in den USA eingefrohren; für US-Bürger würde es illegal, die Gruppe finanziell zu unterstützen.

Free Syrian Army fighters

Mittels Autobomben und Selbstmordanschlägen in Damaskus, der Unterstützung in den Kämpfen in Aleppo, der Besetzung eines Grenzüberganges bei Ras al Ayn und der Gefangennahme einer Artillerie-Einheit in Mayadeen, war al Nusra ein wichtiger Teil der syrischen Opposition. Al Nusra hat bereits 7.000 Kämpfer und will noch mehr rekrutieren.

Auf arabsich nennt sich die Gruppe Jabhat al-Nusra. Youtube ist voller grausamer Videos dieser Gruppe. In einem wird gezeigt, wie ein Wagen mit einer ferngesteuerten Bombe langsam auf ein Gebäude zufährt und dann explodiert. Gemäß der Beschreibung des Videos sollen dabei 162 Menschen getötet worden sein. "Allahu Akbar" war in einigen Kommentaren zu lesen.

CNN berichtet auch, dass al-Nusra bereits weitere Selbstmordanschläge auf Militär- und Geheimdiensteinrichtungen plant.

Im syrischen Bürgerkrieg machen die al Nusra-Kämpfer ungefähr 9 Prozent der Stärke der bewaffneten Opposition aus. Käme die Gruppe auf die Terrorliste dann dürfte sich die Situation für die Opposition stark ändern.

Beamte in den USA sagten, Ziel sei die Isolisierung der Extremistengruppe und damit die Stärkung der säkularen Oppositionsgruppen.

Doch ob das gelingt ist fraglich. Al-Nusra erhält großzügige finanzielle Unterstützung aus Saudi-Arabien und dem Katar.

Säkulare Oppositionsgruppen haben ihren Frust über die finanzielle Situation ausgedrückt. „Die sträksten, die jetzt kämpfen, sind diejenigen mit viel Geld", sagte Abdullah Alsayed, ehemaliger Leiter einer Kampfgruppe. „Alles Geld kommt von Saudi-Arabien und vom Katar. Und das geht alles zu den Islamisten und den Salafisten."

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Reuters/Shaam News Network
Free Syrian Army fighters
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