By Roger | November 23, 2012 11:55 PM CET

Waffenruhe mit Hamas, Obama verprach US-Truppen im Sinai

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Waffenruhe mit Hamas, Obama verprach US-Truppen im Sinai

Israel und die Terrororganisation Hamas haben einen Waffenstillstand geschlossen, der bereits jetzt sehr brüchig ist. RT berichtet, dass Netanjahu wohl nur einer Einigung mit der Hamas zugestimmt hat, weil ihm Obama für nächste Woche amerikanische Truppen im Sinai in Aussicht gestellt hatte. In Israel selber glaubt niemand mehr an Frieden.

Panzer der IDF

Nach einem Bericht zufolge werden US-Truppen schon bald auf ägyptischem Territorium stehen. Im Sinai, welcher im Westen an den Suez-Kanal und im Osten an Israel grenzt sollen US-Soldaten eingesetzt werden, hatte Obama Netanjahu telefonisch am Mittwoch versprochen.

Bisher hatten Hamas-Kämpfer iranische Waffen durch den Sinai nach Gaza geschmuggelt bekommen. Diese Quelle soll nun versiegen.

Aber es gibt auch einen anderen Grund weshalb US-Truppen im Sinai stationiert werden könnten. Dabei zitiert RT einen Artikel bei Debka: "Mit der Eröffnung der Sinai-Tür für einen amerikanischen Truppeneinsatz zur Verteidigung Israels, sichern die US-Kräfte Israel auch gegen einen eventuellen Widerruf des Friedensvertrages der zwischen Ägypten und Israel im Jahre 1979 ausgehandelt wurde." Dass Mursi den Friedensvertrag aufkünden wird, gilt als wahrscheinlich.

Dass der ausgehandelte Waffenstillstand mit der Terrororganisation Hamas nicht von Dauer sein wird, bezweifelt in Israel niemand.

Etgar Keret, ein Schriftsteller aus Tel Aviv, sagte in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen: „Sobald die Hamas ihre Bestände wieder aufgerüstet hat, gehen die Bombardierungen von vorne los." Im Dauerkonflikt mit der Hamas gebe es vermutlich gar keine Lösung. „Man kann nicht mit jemandem Frieden schließen, der einen auslöschen möchte."

Keret sagt, dass die Mehrheit der Israelis Bodentruppen fordert, um den Beschuß ein für alle Mal zu beenden.

Mit dem Raketenbeschuß auch auf Jerusalem sei die Hamas doch sehr zynisch vorgegangen. „Sie hätten ohne Weiteres auch einen heiligen Ort für die Muslime treffen können. Ihre Raketen sind alles andere als zielsicher."

Für Keret ist sicher, dass der israelische Angriff auf Gaza auch mit dem Iran zu tun hatte: „Ich glaube, dass der Beschuss des Gazastreifens der erste Schritt in dem Schachspiel gewesen ist, das Netanjahu mit den Iranern spielt. Er wollte, dass die Hamas ihre Raketenbestände so leer wie möglich bombt, damit Israel im Falle eines Präventivschlags auf die iranischen Atomanlagen nicht auch noch zeitgleich Angriffe der Hamas abwehren muss. Und für mich ist klar: Ein Präventivschlag auf die iranischen Atomanlangen wird, sei es früher oder später, definitiv kommen."

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