By Roger | November 16, 2012 2:51 PM CET

FPÖ Mölzer: Rasche Deeskalation im Gaza-Konflikt ist unbedingt notwendig

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FPÖ Mölzer: Rasche Deeskalation im Gaza-Konflikt ist unbedingt notwendig

Mölzer: "Und wenn allein in diesem Jahr rund 750 Raketen von der Hamas auf Israel abgefeuert wurden gestern in der israelischen Ortschaft Kirjat Malachi drei Tote zu beklagen waren, dann ist es verständlich, dass sich Israel zur Wehr setzt und Gegenmaßnahmen ergreift!"

Nachdem bei einem palästinensischen Raketenangriff aus dem Gaza-Streifen im Süden Israels drei Menschen getötet worden waren, hatte die Regierung in Jerusalem ein entschiedenes Vorgehen gegen militante Palästinensergruppen angekündigt. (© REUTERS)

Im Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen müsse es so rasch wie möglich zu einer Deeskalation kommen, forderte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, der sich gerade auf einen privaten Besuch der kulturellen Stätten in Jerusalem befindet. "Angesichts des Bürgerkrieges in Syrien und der Instabilität im Libanon wäre es fatal, wenn nun ein weiterer Dauer-Konfliktherd im Nahen Osten hinzukäme", betonte Mölzer.

Zum Gaza-Konflikt selbst erklärte der freiheitliche EU-Mandatar: "Der für die israelische Bevölkerung unerträgliche Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen muss sofort aufhören. Im Übrigen ist es bewundernswert, mit welcher Gelassenheit die Israelis damit umgehen. Und wenn allein in diesem Jahr rund 750 Raketen von der Hamas auf Israel abgefeuert wurden gestern in der israelischen Ortschaft Kirjat Malachi drei Tote zu beklagen waren, dann ist es verständlich, dass sich Israel zur Wehr setzt und Gegenmaßnahmen ergreift", hielt Mölzer fest.

Allerdings sei es, so der freiheitliche EU-Mandatar, keine Lösung, wenn Israel im Gazastreifen sogenannte gezielte Tötungen von politischen Gegnern vornimmt. "Wenn Mitglieder der Hamas-Führung im Verdacht stehen, terroristische Akte in Auftrag zu geben oder daran beteiligt zu sein, dann ist die einzig zulässige Vorgangsweise, sie vor ein internationales Gericht zu stellen", forderte Mölzer abschließend in seiner Eigenschaft als Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments.

Nach einem Bericht des Spiegel spitzt sich die Lage weiter zu. Bereits zum zweiten Mal heulten die Sirenen in Tel Aviv. Die Hamas erklärte am Freitag, eine Rakete auf Tel Aviv abgefeuert zu haben - angeblich auf ein Einkaufszentrum! Das sind also die erklärten Ziele dieser Gotteskrieger. Der israelischen Polizei zufolge erreichte die Rakete ihr Ziel allerdings nicht.

Die Hamas ignorierte am Freitag damit eine mit Israel vereinbarte Waffenruhe. Während des Besuchs des ägyptischen Ministerpräsidenten Hescham Kandil im Gaza-Streifen schoss die radikal-islamische Organisation innerhalb von zwei Stunden mehr als 50 Raketen auf Israel ab und traf Häuser im südisraelischen Aschkelon.

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht die Hamas für die Eskalation der Lage in Nahost verantwortlich. "Es gibt keinerlei Rechtfertigung für den Abschuss von Raketen auf Israel", sagte Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag.

 

 

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