By Roger | November 13, 2012 6:03 PM CET

James Turk - Fed spielt ein außerordentlich gefährliches Spiel

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James Turk - Fed spielt ein außerordentlich gefährliches Spiel

Gestern sprach James Turk (Goldmoney.com) mit King World News darüber, wie sich die Interventionen der Fed jetzt auf Märkte wie Gold und Silber auswirken.

"Am Freitag veröffentlichte das Department of Agriculture in den USA einen Bericht, der aufzeigt wieviele Personen im August Lebensmittelmarken erhielten. Es waren insgesamt 47,1 Millionen Menschen, das ist ein neuer Rekord... Die Zahl der Bezieher von Essensmarken erhöhte sich in nur einem Monat um über 420.000, während nur 96.000 neue Arbeitsplätze im August geschaffen wurden," erklärte James Turk.

"Wir haben also 4,3-mal mehr Menschen, die im August angefangen haben, Essensmarken zu beziehen, als neue Arbeitsplätze. Damit verblasst auch das Wunder von 175.000 neuen Arbeitsplätzen pro Monat, worüber kurz vor der Wahl berichtet wurde. Das zeigt mir, Eric, dass trotz all der Euphorie der Politiker und ihrer zentralen Planer, sich der Zustand der US-Wirtschaft rapide verschlechtert...."

"Wenn die Wirtschaft wirklich gesund wäre, dann würden reichlich Arbeitsplätze geschaffen werden, und die Zahl der Personen, die Essensmarken erhalten, wäre rückläufig, und würde nicht immer neue Rekorde erzielen. Der beunruhigende Punkt hier ist, dass wegen einer kranken Wirtschaft mehr Geld gedruckt wird, was zu einer weiteren Erosion des Dollars und damit zu einer sinkenden Kaufkraft führt.

Interessanterweise, ... hat die Fed mit dem QE3 noch nicht begonnen. Ihre Bilanzsumme ist im Grunde immer noch gleich wie damals im September, als sie das neue Programm ankündigte. So ist es verständlich, dass der Dow Jones wieder unter 13.000 gesunken ist. Der Aktienmarkt erwartet nicht, dass die Konjunktur anzieht, sondern dass noch mehr Geld gedruckt wird.

Also muss nun die Fed ihren Worten Taten folgen lassen und Staatsanleihen kaufen, und diese in Geld umtauschen. Wenn die Fed das nicht tut, dann wird der Aktienmarkt weiter sinken. Ich finde die Maßnahmen der Fed sehr kurios. Warum hat sie noch nicht angefangen weitere Staatsschulden für QE3 zu kaufen?

Vielleicht will die Fed indirekt Druck auf die Politiker ausüben, damit diese die fiskalische Klippe angehen. Vielleicht will sie nicht mit dem Ankauf von Staatsschulden anfangen, bis es in Washington eine Einigung gibt, die fiskalische Klippe anzugehen. Wenn das so ist, dann spielt die Fed ein sehr gefährliches Spiel. Dies kann den Edelmetallen nur helfen.

Beachten Sie, wie Gold und Silber letzte Woche gestiegen sind, obwohl der Dow Jones schwach war. Aktien und Edelmetalle gingen in verschiedene Richtungen, das bringt uns auf einen wichtigen Punkt: Wir alle wissen und akzeptieren, dass die Märkte heute verwaltet werden. Einer der wichtigsten Bestandteile der Verwaltung dieser Märkte ist die psychologische Wirkung, vor allem auf Gold- und Silber-Investoren.

Einer der frühen Siege der zentralen Planer war es, die Investoren bei Gold und Silber glauben zu lassen, dass Gold und Silber nur steigen können, wenn Aktien steigen. Aber wenn Aktien stürzen, dann stürzen Gold und Silber ebenso. Dies ist offensichtlich falsch.

Das Dow/Gold-Ratio bewegt sich auf 1/1 zu, so wie es in den 1930er Jahren und im Jahr 1980 am Ende dieser beiden Blasen war. Um diese eventuelle 1/1-Parität zu erreichen, müssten sich Gold und Silber in die entgegengesetzte Richtung des Aktienmarktes bewegen, wie sie es letzte Woche getan haben.

Also, glaubt nicht den Halbwahrheiten der zentralen Planer und denjenigen, die staatliche Eingriffe benutzen, um die Märkte zu täuschen. Die Quintessenz ist, dass Gold und Silber nicht mehr QE brauchen, um höhere Preise zu erzielen. Deshalb denke ich, ist es sinnvoll, für Gold und Silber weitere Preissteigerungen zu erwarten, wie letzte Woche, unabhängig davon wie sich die globalen Aktienmärkte entwickeln werden."

James Turk im Interview mit Old Glory Mint
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