By Roger | November 8, 2012 6:48 PM CET

Assad im RT-Interview: „Wir sind das letzte Bollwerk des Säkularismus und der Stabilität in der Region"

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Assad im RT-Interview: „Wir sind das letzte Bollwerk des Säkularismus und der Stabilität in der Region"

Assad sagte, dass wenn fremde Mächte in Syrien militärisch intervenieren würden, dann wäre der Preis ein Domino-Effekt, welcher vom Atlantik bis zum Pazifik reichen würde.

In einem exklusiven Interview mit RT sagte der syrische Präsident Bashar Assad, er werde Syrien nicht verlassen. Assad sprach auch über die Aufrufe zu bewaffneten ausländischen Intervention in Syrien und die möglichen Folgen auf die inneren Konflikte des Landes und der gesamten Region.

Syriens Präsident Assad im Interview mit RT

"Wir sind das letzte Bollwerk des Säkularismus und der Stabilität in der Region und das Zusammenleben. Sagen wir mal, es wird einen Dominoeffekt geben, der die Welt vom Atlantik bis zum Pazifik beeinflußen wird, und Sie kennen die Auswirkungen auf den Rest der Welt," sagte der syrische Präsident Bashar Al-Assad zu RT.

"Ich bin keine Marionette. Ich wurde nicht vom Westen erschaffen, um in den Westen oder in ein anderes Land zu gehen," sagte er. "Ich bin Syrier, ich wurde in Syrien gemacht, ich muss in Syrien leben und in Syrien sterben," sagte Assad während des Interviews.

Syrien wurde in den letzten 20 Monaten durch innere Gewalt geplagt. Regierung und Opposition versäumten es, durch eine Einigung einen Waffenstillstand zu erreichen. Gleichzeitig machen ausländische Nationen Druck auf den syrischen Präsident. Sie fordern seinen Rücktritt oder eine bewaffnete Intervention.

"Ich glaube nicht, dass der Westen intervenieren wird, wenn aber doch, dann wird niemand sagen können, was als nächstes geschieht," sagte Assad. "Ich denke, der Preis für eine [ausländische] Invasion, wenn sie passieren würde, wäre mehr als sich die ganze Welt leisten könnte."

Laut eines türkischen Beamten, hat Ankara offiziell darum gebeten, dass die NATO Patriot-Raketen entlang der Grenze zu Syrien stationiert.

Der bewaffnete Konflikt in Syrien wurde in den letzten Monaten immer heftiger. Rebellen haben erhebliche finanzielle, diplomatische und organisatorische Unterstützung aus Ländern wie den USA und deren Verbündeten der Türkei, Katar und Saudi-Arabien erhalten.

Allerdings muss die Opposition innere Machtkämpfe überwinden, um eine vereinigte Regierung bilden zu können. Die westlichen Verbündeten der Rebellen sind besorgt über Anzeichen, dass radikale Islamisten Kraft und Einfluss innerhalb der Opposition gewinnen.

Das vollständige Interview wird am Freitag, 9. November, auf RT ausgestrahlt.

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