By Roger | November 8, 2012 5:52 PM CET

Warum Obama wiedergewählt wurde

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Warum Obama wiedergewählt wurde

Pepe Escobar sagte in einem Interview mit RT, dass 71 Prozent der Latinos in den USA Obama gewählt haben. Die Republikaner haben erhebliche Mühe sich bei den unteren Einkommensklassen als glaubwürdig zu erweisen. Aber es gibt auch andere Gründe, die mit dem Wahlverhalten der Amerikaner zu tun haben.

Justice Party

Die Wahlen in den USA waren allein deswegen unfair, da die Medien nur den zwei grössten Parteien, Republikaner und Demokraten, Gehör verschafften. „Das war eine 2 Milliarden Dollar teure Kampagne, um gegeneinander zu kämpfen.... 90 Millionen Menschen, die nicht gewählt haben, erzählen alle dasselbe, dass das ein Ein-Parteien-System ist. Alternative Ansichten werden einfach nicht akzeptiert."

Nun rühmen sich die Amerikaner, dass sie das Internet erfunden haben. Ein kurzer Blick ins Netz würde auch den 90 Millionen Nichtwählern Alternativen aufzeigen.

Zum Beispiel gibt es seit 1971 die Libertarian Party, eine Partei, die den Staat auf ein Minimum reduzieren will, die eine Außenpolitik ohne Interventionen fahren will. In 47 Bundestaaten stand ihr Vertreter Gary Johnson zur Wahl. Die Libertarian Party hat mehr als 200.000 Mitglieder. Sie scheint die bestorganisierte der kleinen Parteien zu sein, denn ihre Kandidaten verzeichneten bis jetzt die meisten Erfolge bei Kommunalwahlen. Ziel der Partei ist es, staatliche Reglementierungen im persönlichen wie im wirtschaftlichen Bereich so weit wie möglich abzuschaffen.

Wie bei uns gibt es auch die Grüne Partei. Auch diese Partei hatte eine Kampagne mit einem Kandidaten, Jill Stein, gefahren. Die Partei formierte sich 1991 und hat derzeit mehr als 300.000 Mitglieder. Anders als ihre deutsche Schwesterpartei kann sie jedoch noch keine Wahlerfolge auf nationaler Ebene vorweisen, außer dass ihr Spitzenkandidat Ralph Nader bei den Wahlen im Jahr 2000 fast 3 Millionen Stimmen erhielt und damit Dritter hinter George W. Bush und Al Gore wurde. Auf lokaler Ebene gab es jedoch schon einige Erfolge.

Dann gibt es da noch die Constitution Party. Sie ist eine konservative Partei, die 1992 als U S Taxpayers Party gegründet wurde und 1999 ihren Namen änderte. In einigen Bundesstaaten wird mitunter auch noch der alte Name verwendet. Die Constitution Party ist mit mehr als 400.000 Mitgliedern die drittstärkste Partei in den USA und hat sich die Abschaffung der Einkommensteuer auf die Fahnen geschrieben. 

Dann gibt es noch die Justice Party. Ihr Kandidat war Rocky Anderson. Sie will den Krieg gegen Drogen beenden und Marihuana legalisieren.

Larry King hat eine Debate mit den Vertretern der Third Parties durchgeführt.

2012 Third Party Presidential Debate:

Es gäbe genug Alternativen, wenn sich die Wähler nur dafür interessieren würden. Ein breites Spektrum von Rechts bis Links wäre verfügbar. Die 90 Millionen müssten sich mit Alternativen auseinandersetzen, und sie auch wählen, damit eine Veränderung eintreten kann.

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