By Roger | October 24, 2012 9:40 PM CEST

HC Strache - Rede "Entscheidung für Österreich!"

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HC Strache - Rede "Entscheidung für Österreich!"

"Noch nie zuvor in der Geschichte der Zweiten Republik gab es in der Bevölkerung einen derart intensiven Wunsch nach Wandel und Veränderung wie heute. Und noch nie war die Notwendigkeit durch die äußeren Umstände so groß wie jetzt, einen Wechsel herbeizuführen." Mit diesen Worten begann FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache seine Grundsatzrede, die er heute in Wien im Palais Epstein hielt.

HC Strache - Rede "Entscheidung für Österreich!“

"Zugleich", so Strache weiter, "hatten wir aber noch nie zuvor eine Regierung, die sich diesem Wunsch so vehement widersetzt und so offen ihren Widerwillen und ihre Unfähigkeit gegen jede Art der Veränderung zum Ausdruck brachte." Österreichs Regierung weigere sich, auch nur den geringsten Schritt zu einer Umgestaltung zu setzen. "Wo Charakterstärke, Führungspersönlichkeiten und allen voran echte Patrioten sitzen sollten, finden sich Hörige, Abhängige und mutlose Gestalten." Daher sei die nächste Nationalratswahl eine Richtungsentscheidung. "Entscheiden wir für unser Österreich, wie wir Freiheitliche das wollen? Oder aber wird gegen unsere Heimat entschieden, wie SPÖ, ÖVP und alle anderen, die sie ins Feld schicken gegen uns und die nur wie diese beiden das Ziel haben, uns zu schaden? Wollen wir das Land durch die Krise führen, wie wir Freiheitliche das beanspruchen? Oder soll es weiter so sein, dass die Krise durch das Land geführt wird von den Herren Faymann und Spindelegger und all denen, die schon bereit stehen, ihnen willfährig Mehrheiten zu beschaffen? Darum wird es gehen. Das müssen wir den Menschen klar machen. Ein Dazwischen kann und wird es nicht geben."

Die Entscheidung werde lauten: Faymann oder Strache, SPÖ oder FPÖ, betonte Strache. Alles andere seien Randnotizen.

Strache befasste sich im Verlauf seiner Rede u.a. mit den Themen ESM, EU und Renationalisierung. Europa werde zu Unrecht auf die EU-Politik und diese nochmals zu Unrecht auf die Euro-Politik reduziert. Durch den ESM fühlte sich Strache an die Titanic erinnert. "Aber der Kapitän dieser Euro-Titanic baut keinen Unfall, sondern steuert absichtlich auf den Eisberg zu in der festen Überzeugung, dass sein Rammkurs den Eisberg versenkt und das Schiff keinen Schaden nehmen wird. Wir Österreicher dürfen nicht mehr selbst entscheiden, wohin wir steuern. Man will uns zwingen, im Maschinenraum der Euro-Titanic Platz zu nehmen, unter Volldampf auf den Schiffbruch loszufahren und dafür sündteure Tickets erster Klasse in Form von steigenden EU-Beiträgen zu zahlen."

Weniger EU sei mehr Europa, betonte Strache. Und mehr Föderalismus bedeute weniger Gefahr für den einzelnen Bürger auf Generationen hinaus. Renationalisierung muss auf allen Ebenen stattfinden. Beim Budget, bei der Landwirtschaft, bei der Verteidigung, bei der Zuwanderung. "Diese EU gehört grundlegend reformiert, wenn sie eine Zukunft haben will. More of the same wäre dagegen ein Todesurteil." Mutlose Regierungsvertreter wie Faymann und Spindelegger seien die wahren Anti-Europäer.

Großen Raum nahmen in Straches Rede die Direkte Demokratie und das Bekenntnis zur Wehrpflicht ein. "Ja zur Direkten Demokratie bedeutet Ja zu Österreich."  Wichtige Entscheidungen müssen endlich, wie in der Schweiz, dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Regierung hat zu akzeptieren, dass das Volk in der einen oder anderen Sache eine andere Meinung hat. Eine Regierung sollte niemals Politik machen dürfen, die gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung gerichtet ist.

 

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