By Roger | October 24, 2012 4:22 PM CEST

Haider: Inflation frisst in den nächsten zehn Jahren 40-50% der Sparguthaben

Sparer zahlen Preis für fehlgeleitete Euro-Rettungspolitik
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Haider: Inflation frisst in den nächsten zehn Jahren 40-50% der Sparguthaben

Offiziell liegt die Inflationsrate derzeit bei 2,3 Prozent. "Real ist sie mindestens doppelt so hoch und wird in den nächsten zehn Jahren 40 bis 50 Prozent der Sparguthaben auffressen", warnte FPÖ-Abgeordnete Roman Haider.

Der Euro

„Sparguthaben haben somit einen Wertverlust von mindestens vier Prozent". In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das, dass sich 2012 die Kaufkraft des Sparguthabens der Österreicher um rund 5,7 Milliarden Euro reduzieren wird.

"Gibt es keine energische Gegenwehr, wird die Inflation - verursacht durch die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen - noch weiter steigen", warnt Haider. "In zehn Jahren hätten somit die Sparguthaben rund die Hälfte ihres Wertes verloren".

"Diese Politik der Enteignung der Sparer ist nichts anderes als eine versteckte Vermögenssteuer auf das Geldvermögen der Österreicher. Diese perfide Umverteilung von unten nach oben trifft vor allem die kleinen Sparer. Die Besitzer großer Geldvermögen haben ihr Geld bereits anderweitig in Sicherheit gebracht".

Mit der Nullzinspolitik kann die EZB die Zinszahlungen von überschuldenten Staaten zwar drücken und den Banken billige Kredite gewähren, die Zeche dafür zahlen die Sparer. Je länger die Zinsen bei Null bleiben, desto weniger attraktiv ist es zu sparen. Unter einer sinkenden Sparquote wird vor allem die volkswirtschaftliche Entwicklung leiden, denn wo nicht mehr gespart wird, wird auch nicht mehr investiert.

Und der freiheitliche Delegationsleiter im Europaparlament, Adreas Mölzer, sagte, dass insbesondere die wirtschaftlich erfolgreichen Länder wie Österreich, Deutschland oder die Niederlande einen hohen Preis für die Eurorettung zahlen werden. "Sie werden die Euro-Rettung zu finanzieren haben, was zu noch größeren Belastungen als bisher führen und die Inflation ordentlich anheizen wird. Die Folge dessen wird sein, dass die Geberländer vor allem im Sozialbereich werden sparen müssen und dass es auch in den wirtschaftlich gesunden Euro-Ländern zu einer Verarmung breiter Bevölkerungsschichten kommen wird", warnte Mölzer.

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