By Roger | October 23, 2012 8:41 PM CEST

Nigel Farage: "Rettungspakete" als Mittel zur totalen Unterwerfung und Kontrolle durch die EU

mehr zu Politik

Nigel Farage: "Rettungspakete" als Mittel zur totalen Unterwerfung und Kontrolle durch die EU

Nigel Farage in seiner Rede am 23. Oktober im Europäischen Parlament in Straßburg: "Nun, Herr Van Rompuy, als Sie zum ersten Mal hier erschienen sind, was sich als ziemlich teuer Rede erwies, sagte ich, Sie würden die Demokratie der Nationalstaaten töten.

Nigel Farage in seiner Rede am 23. Oktober im Europäischen Parlament in Straßburg

Und sicher genug, in Ihrer dumpfen und technokratischen Art und Weise sind Sie Ihren Weg gegangen.

Aber ich muss sagen, Sie sind sogar noch schlimmer als ich dachte. Ich dachte, es ginge einfach nur um ein föderales Europa, einen Staatenbund. Aber eigentlich scheint es mit jeder Rede, die Sie geben, dass das, was Sie jetzt wollen, die totale Unterwerfung der Staaten in völlig undemokratische Strukturen in Brüssel ist.

Ich habe die Rettungsaktionen missverstanden. Ich dachte, dass, wenn die Rettungsaktionen passieren - und ich konnte die Panik in diesem Raum sehen, dass die Menschen Angst vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch hätten.

Aber Sie behielten natürlich die Ruhe, weil Sie die Rettungsaktionen als Ihre Chance betrachten, um die Kontrolle zu übernehmen. Man denke nur, wie Irland heute verwaltet wird. Griechenland, für diese Angelegenheit. Die unheimlich klingende Troika [Kommission-EZB-IWF] kommt mit 50 Beamten für ein paar Tage ins Land, untersucht die Situation und sagt dann den Marionetten-Ministerpräsidenten, was sie tun können oder auch nicht.

Und ich stelle große Begeisterung in dieser Kammer fest, dass nun Spanien ein Rettungspaket haben soll. Viele Mitglieder hier wollen, dass Spanien die Rettungsaktion akzeptiert, so dass auch dieses Land der neuen Ordnung unterworfen wird. Und in der Tat in Italien ist Herr Monti sehr daran interessiert, dass sein eigenes Land gerettet wird, weil, um ihn zu zitieren, er befürchtet, dass die parlamentarische Demokratie die Europäische Union bedroht.

Also, ich denke, es ist ziemlich klar, dass Sie als nächstes für diejenigen, die bisher noch nicht gerettet werden mussten, dass Sie von diesen Ländern erwarten, Garantien, Budgetgarantien zu unterschreiben, und dass Sie die Macht wollen, die nationalen Haushalte, nachdem sie bereits durch die Parlamente durch sind, niederzuschlagen.

Ich muss sagen, ich fühle, dass die Eurozone jetzt an einem sehr dunklen Ort ist, wirtschaftlich, sozial, politisch. Und ich fürchte, dass die Länder, die in diesem Gefängnis gefangen sind, noch viele Jahre dort bleiben werden.

Also, es ist schon seltsam, dass der Friedensnobelpreis vor diesem Hintergrund an die Europäische Union verliehen wurde. Es ist wahr, dass Deutschland Frankreich seit 1945 nicht mehr besetzt hatte. Aber ich glaube nicht, dass es irgendeine Aussicht auf sowas gab, es sei denn natürlich, das was Sie alle sagen, dass die Deutschen von Natur aus schlechte Menschen sind.

Nein, die tatsächliche Bedrohung kam aus Russland, und wir sollten der NATO dankbar sein. Und wir sollten den Millionen amerikanischen Soldaten dankbar sein, die auf europäischem Boden dienten, um den Frieden zu erhalten. Aber ich höre nicht ein Wort davon, weil wir Amerika und alles, wofür es steht, nicht ausstehen können.

Nein, das ist jetzt ein geteiltes Europa mit Neo-Nazi-Politik auf dem Vormarsch, mit gewalttätigen Demonstrationen auf den Straßen. Und ich denke ehrlich gesagt, dass die Vergabe dieses Nobelpreises, diese ganze Organisation abwertet.

Nun, es gibt nicht nur schlechte Nachrichten, in Großbritannien sind die Meinungsumfragen klar, dass eine deutliche Mehrheit der Briten jetzt aus dieser EU austreten will. David Camerons doppelzüngige Politik ist festgefahren. Und ich sage Ihnen eine Sache voraus: In Großbritannien wird es zu einem deutlichen politischen Wandel kommen, weil er die Unterstützung von Millionen seiner eigenen Wähler verlieren wird."

Um ein Feedback über diesen Artikel zu geben, schreiben Sie bitte ein e-Mail an r.baettig@IBTimes.com

This article is copyrighted by International Business Times.
Bookmark

Diskutieren

Als Gast kommentieren, oder einloggen zum editieren und weiteren Funktionen.
*Name
International Business Times Secutiry Check
Bestätigungs-Code