By Roger | October 18, 2012 3:36 PM CEST

Kein Wort über den Holocaust im Unterricht palästinensischer Flüchtlings-Kinder

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Kein Wort über den Holocaust im Unterricht palästinensischer Flüchtlings-Kinder

"Jordanische Lehrer in UN-Schulen für palästinensische Flüchtlinge sagen, dass sie sich weigern, den Holocaust zu unterrichten", berichtete Times of Israel. Das Studium des „sogenannten Holocaust" schade der palästinensischen Sache und lenke den Fokus vom Hauptfeind Israel ab, erklärten die Lehrer in einem Statement.

Palestinian pupils near the West Bank city of Hebron, January 2010 (photo credit: Najeh Hashlamoun/Flash 90)

Gerüchte über einen UN-Beschluss zur Wiedereinführung der Aufklärung über den Holocaust in den Schulen der palästinensischen Flüchtlinge, die vom UNRWA, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge, kontrolliert werden, haben den Zorn der jordanischen Lehrer auf sich gezogen. Sie weigern sich den Kindern die Geschichte über den Holocaust zu lehren, da dies der palästinensischen Sache schaden würde.

In einem Statement am Montag, reagierte der Vorstand der UNRWA-Lehrer in Jordanien auf Gerüchte, dass Holocaust-Studien in diesem Jahr wieder eingeführt würden folgendermassen: "Wir verurteilen diese Entscheidung, welche Metzger und Opfer gleichsetzt". Und: "Die UNRWA-Studenten über den sogenannten Holocaust als Teil der Menschenrechte zu unterrichten, schadet der palästinensischen Sache... und führt zur Veränderungen der Ansichten der Schüler über ihren Hauptfeind, nämlich die israelische Besatzung."

Anstelle fordern die jordanischen Lehrer ein Fach einzuführen, welches die Kinder über das "Rückkehrrecht" nach Israel informiert und die Geschichte des Krieges von 1948 behandelt.

Rund 2 Millionen palästinensische Flüchtlinge sind beim UNRWA registriert. Die UN-Behörde betreibt in Jordanien 172 Schulen in 10 Flüchtlingslagern mit insgesamt über 122.000 Schülern.

Seit 2009 hat die Hamas in Gaza aktiv alle UNRWA-Versuche gesperrt, den Holocaust in den Lehrplan einzuführen. Die Hamas stellte damals ihre rassistische und antisemitische Haltung überaus deutlich klar: „Diskussion über den Holocaust und die Exekution von Juden sind gegen unsere Kultur, unsere Prinzipien, unsere Traditionen, Werte, Tradition und Religion".

Ein Sprecher der UNRWA stand für einen Kommentar zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Quellensartikels auf Times of Israel nicht zur Verfügung.

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Najeh Hashlamoun / Flash 90
Palestinian pupils near the West Bank city of Hebron, January 2010
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