By Roger | October 9, 2012 9:08 PM CEST

Nigel Farage - Tod des Euro wird langsam und schmerzhaft sein

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Nigel Farage - Tod des Euro wird langsam und schmerzhaft sein

In einem Interview mit CNBC sagte Nigel Farage heute, dass das ganze europäische Projekt ein Fehler sei, konzipiert um die Länder Europas nach dem furchtbaren Zweiten Weltkrieg näher zu bringen, entfremden sich die Länder Europas gerade.

Proteste in Athen gegen den Besuch Merkels

In Athen demonstrieren wütende Bürger in Nazi-Uniformen mit Hakenkreuzfahnen gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Schauen Sie nur diese Bilder an," sagte Farage empört. „Aber vergessen Sie nicht, dass die Tageszeitungen in Deutschland täglich schreiben, dass die Griechen faul und nicht würdig seien, unser Geld zu bekommen."

Wenn er Grieche wäre, dann würde Farage sagen, hier sind wir, wir leben in einem Land, welches die Demokratie erfunden hatte, und nun sagen uns ausländische Politiker, was wir tun dürfen und was nicht. „Die Proteste, die sie hier sehen, können nur noch wachsen je mehr die Zeit vergeht."

Farage vertritt gegenüber den Reportern klar die Meinung, dass die Griechen die finanzielle Unterstützung von anderen EU-Ländern nicht brauchen. Sie sind in einem wirtschaftlichen Gefängnis. Sie hätten niemals der Eurozone beitreten dürfen. „Ich denke, sie sollten den Bankrott erklären, sie sollten (ihre neue Währung) abwerten, um wieder zurück zu Wachstum und Wohlstand zu kommen."

Zudem würden die Griechen ihre Demokratie zurückbekommen und vielleicht sogar eine neue Hoffnung für die Zukunft. Das ist weit mehr wert, als die Milliarden, die von der Eurozone in die Tresore der Banken geschüttet werden.

Das Unglaubliche für Farage ist die Tatsache, dass der IWF diese ganzen Sparmaßnahmen in Griechenland unterstützt, obwohl die Schulden des Landes Jahr für Jahr unaufhöhrlich steigen.

Als der Euro in Brüssel geschaffen wurde, war den Politikern von Anfang an klar, dass es nicht um eine neue Währungsunion geht, sondern dass der europäische Superstaat geschaffen werden sollte.

Doch das ganze Projekt werde Schiffbruch erleiden. Farage erklärt, dass die EU aufgrund des Tandems Deutschland-Frankreich existiert. Doch die Eurokrise hat nun zur Folge, dass zwischen diesen beiden Ländern immer mehr Unstimmigkeiten aufkommen. Frankreich gehört eben wirtschaftlich gesehen zu den PIGS. Langfristig gesehen werden Frankreich und Deutschland nicht zusammenbleiben können. Daher sieht Farage einen langsamen schmerzhaften Tod für den Euro.

Wirtschaftlich gesehen sollte der Euro bereits jetzt auseinanderbrechen. Doch der politische Wille, der von Farage als „Fanatismus" bezeichnet wird, ist so stark, dass die Staats- und Regierungschefs in der Eurozone noch bis zum bitteren Ende am Euro festhalten werden. „Es ist egal, wie sehr dieses Projekt scheitern wird, sie glauben, die Lösung ist 'mehr desselben'."

Es werde entweder eine demokratische Revolution in Ländern wie Finnland oder Holland geben, wenn die Leute sagen, genug ist genug, oder „es wird gewalttätige Revolutionen geben."


Quelle: CNBC http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000120970 

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