By Roger | July 13, 2012 3:34 PM CEST

Italien steht vor dem Zusammenbruch

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Italien steht vor dem Zusammenbruch

Die langfristigen Kosten für die Kreditaufnahme Italiens sind stark gestiegen, nachdem Moodys das Rating des Landes um zwei Stufen reduzierte. Moodys warnte, es könne Italiens neues Rating von Baa2 noch weiter downgraden.

Italliens Premier-Minister Mario Monti.

Der Zeitpunkt der Herabstufung ist besonders schlimm, da sie nur wenige Stunden vor einer weiteren Kapitalaufnahme von 5,25 Milliarden Euro kommt.

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird im nächsten Jahr zu den allgemeinen Wahlen antreten, hieß es am Donnerstag. "Ja, Berlusconi wird Kandidat sein", sagte Fabrizio Cicchito, PDL-Fraktionschef, einer italienischen Nachrichtenagenturen nach einem Treffen der Parteispitze in Berlusconis Residenz in Rom.

Ministerpräsident Mario Monti forderte Italiens Gewerkschaften am Dienstag mit Plänen für weitere Ausgabenkürzungen im öffentlichen Sektor mit einem einhergehenden Stellenabbau heraus.

Monti, dessen Ansehen gestärkt wurde, als er durch die EU grünes Licht bekam, allenfalls EU-Rettungsgelder zu nutzen, um die schädlichen Volatilität bei italienischen Staatsanleihen zu begrenzen, hämmerte die Details seiner Ausgabekürzungen diese Woche auf den Tisch.

Laut einer Quelle an einem Treffen zwischen Monti und lokalen Regierungsbeamten, sollen die geplanten Einsparungen für 2012 von 4,2 Milliarden Euro auf mindestens sieben Milliarden Euro erhöht werden.

Der Staatssekretär erläuterte auch Schnitte, um den Personalbestand im öffentlichen Sektor um 10 Prozent abzubauen und bei den Managern von Staatsbetrieben 20 Prozent der Stellen einzustreichen.

Monti stößt jedoch zunehmend auf den Widerstand der Gewerkschaften, die verbissen Widerstand gegen den Stellenabbau im öffentlichen Sektor leisten.

Die Regierung steht unter Druck, weitere Einsparungen zu finden, um die Notwendigkeit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozent abzuwehren.

Zusätzlich zu den Einsparungen, muss die Regierung Geld finden, um die Schäden des Erdbebens in der Region Emilia Romagna zu beheben. Die Schäden, die das Erdbeben im Mai hinterließ, werden auf fünf Milliarden Euro geschätzt.

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Edgard Garrido / Reuters
Italliens Premier-Minister Mario Monti.
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