By Roger | June 13, 2012 8:28 PM CEST

Marc Faber: Eurozone sollte Staatausgaben um 50 Prozent kürzen

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Marc Faber: Eurozone sollte Staatausgaben um 50 Prozent kürzen

Marc Faber sagte in einem Interview mit französischsprachigen Schweizer Rundfunksender RTS Info, dass sich die Wirtschaft weltweit kaum verbessern werde. Als Folge dieser schlechten wirtschaftlichen Entwicklungen werden bewaffnete Konflikte auftreten.

Marc Faber im Interview mit RTS Info

Unter welcher Form diese Konflikte auftreten werden, konnte Faber nicht sagen. Es sei aber auf alle Fälle klar, dass China von den Rohöl-Lieferung aus dem Mittleren Orient abhänge und, dass die Länder des Westen versuchen, die Lieferungen aus diesem Gebiet zu kontrollieren. „Ich glaube, das wird die Spannungen zwischen China und den USA erhöhen. Es wird vielleicht kein konvenzioneller Krieg sondern ein Guerilla-Krieg in Ländern wie Afghanistan oder Pakistan werden", so Marc Faber. Der Mittlere Osten sei bereits dabei zu explodierern.

Faber glaubt, dass Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal den Euro verlassen müssen. Vielleicht wird am Ende nur noch Deutschland in der Eurozone verbleiben, sagte Faber mit einer Lächeln. Und: „Meiner Meinung nach wäre Europa ohne den Euro wirschaftlich besser dran."

Nach Fabers Einschätzung ist zwar die wirtschaftliche Lage in Deutschland nich perfekt aber dennoch viel besser als in anderen Länder der Eurozone. Das Problem der Eurozone, der USA und auch Japans sei die Überschuldung. Die Verschuldung dieser Länder hat viel mehr zugenommen, als das BIP.

Die Politik müsse endlich begreifen, dass Länder wie Griechenland pleite sind. Die Rettung Griechenlands ist einfach nicht richtig. Wenn das Land pleite ist, dann gibt es einen Grund, warum es pleite ist. „Genau diese Probleme muss man angehen", sagte Faber.

Ein Zauberrezept zur Lösung des Problems gibt es sicher nicht. Doch Faber weist darauf hin, dass vor 10 Jahren der Staat durchschnittlich 44 Prozent der Wirtschaft in der Eurozone ausmachte. Die Regierungen haben es geschafft, diesen Anteil auf 49 Prozent hochzuschrauben. Wenn also Politiker heute über Sparmaßnahmen reden, dann ist das einfach nur lächerlich.

Die Politik habe bisher immer nur versucht, die Probleme durch weitere Staatseingriffe in die Wirschaft zu lösen. Das ist aber komplett falsch, denn „eine Wirtschaft ist dynamisch, wenn sie vom privaten Sektor unterstützt wird und nicht von der Regierung."

Der Plan die Wirtschaft mit staatlichen Geldern anzuschieben, wie das nun der französische Präsident Hollande vor hat, ist eine „Katastrophe". Die Staatsausgaben sollten, stattdessen um 50 Prozent zusammengestrichen werden. Auch sollten die meisten dieser Politiker in Brüssel vor die Tür gestellt werden.

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