By Roger | June 11, 2012 9:07 PM CEST

Taiwan: Laptop eines Stealth-Raketen-Schiffs verschwunden

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Taiwan: Laptop eines Stealth-Raketen-Schiffs verschwunden

Ein Top-Secret-Computer eines modernen Stealth-Kriegsschiff ist verschwunden, wie das taiwanesische Militär am Montag enthüllte. Es wird befürchtet, dass der Laptop und seine klassifizierten Daten nun in den Händen der Chinesen sind, wie DefenseNews berichtet.

 

Kuang Hua No 6 stealth missile ships
Kuang Hua No 6 stealth missile ships

Der Laptop war an Bord eines Kuang Hua Nr. 6 Klasse Lenkflugkörper-Schiffes installiert. Er gehörte zu einem privaten Auftragnehmer und wurde für die Prüfung vertraulicher Kommunikation und deren Prozesse verwendet.

Letzten Monat verschwand der Laptop, während das Raketen-Schiff in der südlichen Hafenstadt Tsoying, dem größtem Marinestützpunkt Taiwans, stationiert war. Eine interne Untersuchung konnte nicht bestimmen, wie der Laptop verschwand.

"Wir geben zu, dass die Marine einige Schwächen in der Steuerung von Personal in der Basis hat", sagte ein Marine-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Der Fall wurde nun der militärischen Staatsanwaltschaft übergeben.

Taiwan nahm 2010 ein Geschwader von 10 Kuang Hua Nr. 6 Schiffe in seinen Bestand auf. Dies wurde als eine wesentliche Verbesserung der Marine-Fähigkeiten des Landes erachtet. Sie sind jeweils mit vier Hsiungfeng II Schiff-zu-Schiff-Raketen bewaffnet, welche eine Reichweite von 150 Kilometern haben. Sie sind auch so konzipiert, dass sie vom Radar nicht erkannt werden können und reduzieren somit das Risiko, entdeckt zu werden.

Experten nehmen an, dass der verschwundene Laptop von chinesischen Spionen, welche an moderner militärischer Technologie interessiert sind, gestohlen wurde.

"Wenn China den Laptop hat, dann haben sie den sehr empfindlichen Kommunikations-Code sowie die dazugehörigen Raketen-Daten", sagte Erich Shih, Redakteur der in Taipei ansässigen Zeitschrift Defence International.

China und Taiwan sind seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1949 getrennt. Peking betrachtet die Insel immer noch als einen Teil seines Hoheitsgebiets und erwartet eine Wiedervereinigung. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich dank der Zunahme des Handels in letzter Zeit wieder verbessert.

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