By Roger | June 6, 2012 7:40 PM CEST

Peter Schiff: Jetzt kommt der wahre Crash

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Peter Schiff: Jetzt kommt der wahre Crash

Der Investor und ehemalige Kandidat für den US-Senat prognostiziert eine Finanzkrise an der die USA pleite gehen werden. Wenn Sie dachten, die Finanzkrise 2008 war schlecht, dann haben Sie noch nichts gesehen.

Peter Schiff, CEO von Euro Pacific Capital

Peter Schiff, CEO von Europacific Capital und Buchautor, welcher bereits die Finanzkrise 2008 korrekt voraus gesagt hatte, brachte vor kurzem ein neues Buch (The Real Crash: America's Coming Bankruptcy) auf den Markt, in dem er den USA einen drohenden finanziellen Kollaps ankündigte, welcher noch weit schlimmer werde, als die Finanzkrise 2008.

Am Freitag hatte Schiff ein neues Video auf seinen Youtube-Kanal gestellt. Die Arbeitslosigkeit stieg unerwartet auf 8,2 Prozent. "Ich denke, das ist der Beginn eines Trends", sagte Schiff im Bezug auf die steigende Arbeitslosenquote. Diese Zahlen, sagte Schiff, handeln von einem größeren Problem.

"Ich denke, das ist alles Teil einer laufenden Depression, wo wir eine Reihe von Rezessionen erleben, die durch künstliches Wachstum, welches von Stimulus verursacht wurde, unterbrochen werden," sagte Schiff.

"Das ist was jetzt wirklich passiert. Der Stimulus lässt nach, und der Kater setzt ein. Und natürlich, je größer der Stimulus, desto größer der Kater. Da die Wirtschaft eine Toleranz für den Stimulus aufbaut, müssen sie mehr und mehr davon haben, um einen Effekt zu erzeugen. Wir haben Rekord-Dosen von Stimulus gesehen, doch hatten wir kaum eine Art von gefälschten Wachstum erlebt."

Mit diesen monetären Rekord-Injektionen in die Wirtschaft sind am Ende des Aufschwungs die Zinsen immer noch bei nahezu Null Prozent, sagte Schiff.

"Wir beginnen mit einer neuen Rezession auf dem Niveau, wo normalerweise der Boden einer Rezession erreicht sein sollte", sagte er. "Alles was die Wirtschaft mit Rekord-Mengen an Stimulus erzeugen kann, ist eine Arbeitslosigkeit von 8,2 Prozent. Das ist das Beste was wir tun können. Ich denke, die nächste Stimulus-Runde wird eine Überdosis sein... Dies ist der Beginn des wirklichen Crashs."

Schiff sagte, dass die Händler anfangen zu begreifen, dass der Dollar keine sichere Investition mehr ist, wie er es in der Vergangenheit gewesen ist. "Viele Leute dachten, dass die Probleme in Europa und dass das Heil im US-Dollar liegt", sagte er. "Jetzt beginnen mehr Menschen zu verstehen, dass wir in Schwierigkeiten sind. Sie wissen, Amerikas Probleme sind nicht Made-in-Europe. Sie sind eines der wenigen Dinge, die noch Made-in-America sind."

Wegen der europäischen Schuldenprobleme bekamen es die Anleger mit der Angst zu tun, so Schiff. Aber es macht nun wirklich keinen Sinn den US-Dollar zu kaufen, da alle wissen, dass die USA weit mehr Schulden haben als die Eurozone. Gold stieg am Freitag um fast 40 Dollar an, weil die Investoren „echtes Geld" haben wollen, sagte Schiff.

Schiff sagte, Amerika hat weit größere Probleme als Europa. "Nur wenige Menschen wollen den Ernst der Bedrohung für die US-Wirtschaft wirklich wahrnehmen und erkennen wie prekär die Position ist, in der wir sind und wie schlimm dieser Absturz sein wird."

"Wenn Sie den Bond-Markt nach unten gehen sehen, den Dollar nach unten gehen sehen und gleichzeitig auch Aktien nach unten jedoch Gold steigen sehen, dann wissen Sie, dass das Ende nahe ist... und der eigentliche Crash, über den ich geschrieben habe, im vollem Gang ist", sagte er.

Schiff sagte der Kapitalismus wird während der Präsidentschaftswahl unter Beschuss kommen, besonders wenn der Crash bereits allgegenwärtig sei.

"Leute wie Obama warten nur darauf, dem Kapitalismus die Schuld zu geben", sagte er. "Obama mag es, das Versagen der Wirtschaft zu sehen... Das ratifiziert seine eigene Wahrnehmungen, dass der Kapitalismus nicht funktioniert, dass Freiheit keine gute Idee ist, und dass mehr Kontrolle der Regierung und staatliche Regulierung das wirklich Notwendigkeite ist, denn in seinem Herzen ist er ein Sozialist."

"Er fühlt nicht wirklich, dass der Kapitalismus der Weg ist", sagte er. "Er wartet auf eine Gelegenheit, Amerika in dieser sozialistischen utopischen Phantasie, die sich in seinem Kopf befindet, neu zu definieren. Und er ist arrogant genug zu denken, dass er das auch tun könne.

Schiff sagte, dass während der mutmaßliche republikanische Kandidat Mitt Romney die Wirtschaft nicht so gut verstehe wie Ron Paul, er dennoch an den Kapitalismus glaubt und daher in seinem Job lernen kann.

Er habe Angst vor der Vorstellung, Obama könne am Ruder stehen, wenn die USA den Eisberg rammen werden. "Ich denke, mit Romney werden wir eine Chance haben. Mit Obama werden wir überhaupt keine Chance haben."

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