By Roger | June 5, 2012 11:29 AM CEST

Neuer Stealth-Zerstörer - China spottet über den 7-Milliarden-Dollar-Erwerb der Navy

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Neuer Stealth-Zerstörer - China spottet über den 7-Milliarden-Dollar-Erwerb der Navy

Die US-Marine plant ein Schiff im Wert von 7 Milliarden Dollar zu bauen, welches Angriffe schneller als die Schall-Geschwindigkeit starten kann und auf dem Radar praktisch unsichtbar ist. China sagt jedoch, dass selbst bei diesem heftigen Preis nur ein paar Fischerboote nötig seien, um die DDG-1000 in die Luft zu sprengen.

DDG 1000 stealth destroyer

Der Chef der US-Marine-Operationen sagt, dass der Super-Stealth-Zerstörer DDG-1000 die "Zukunft" der amerikanischen Bewaffnung auf dem Wasser ist. Zurzeit kostet das Schiff den Steuerzahler rund 3,1 Milliarden Dollar, doch Forschung und Entwicklung werden den Preis noch verdoppeln. Das Schiff ist seit mehreren Jahren bereits in Herstellung. Das erste seiner Art wird 2014 fertig gestellt sein. Die Kritiker in China, dorthin will Uncle Sam seine aufstrebende Flotte hinschicken, lachen jedoch über Amerikas neuestes Unterfangen.

"Das wird ein Todeskandidat sein", sagt Konteradmiral Zhang Zhaozhong von Chinas National Defense University.

Die USA beabsichtigen ihr neuestes Schiff in die Nähe der chinesischen Pazifikküste zu senden, wo es in der Lage sein wird, Aktivität in der Region zu überwachen, ohne leicht erkannt zu werden. Der Rumpf des Schiffs wird so gut wie keine Wellen im Wasser hinterlassen. Wie AP berichtet wird das Kriegsschiff Projektile mit Hilfe von elektrischem Strom auf feindliche Ziele abfeuern können.

Die Chinesen machen sich darüber aber offenbar keine Sorgen. Nach Angaben von AP behauptet Zhaozhong, dass die beeindruckende Konstruktion der DDG-1000 leicht durch eine bloße Flotte von Fischerbooten, beladen mit Sprengstoff, überwältigt werden kann.

Wenn genug von diesen Booten rund um den Stealth-Schiff mobilisiert werden können, sagt Zhaozhong, dann kann sein High-Tech-Rumpf auseinander gesprengt und das Boot direkt auf den Meeresgrund geschickt werden.

So will das Pentagon seine Milliarden-Investition natürlich nicht verbrennen. Dean Cheng, China-Experte bei der Heritage Foundation, sagte: "Der Kauf von hyper-teuren Schiffen schmerzt, aber der Kauf von Schiffen, die den Job nicht machen, oder noch schlimmer im Angesicht des Feindes nicht überleben können, ist unverantwortlich."

Ein Bericht von US-Marine Vizeadmiral Barry McCullough ergab bereits 2008, dass "DDG-1000 keine Luftverteidigung ausführen" kann und dass dem Schiff im Wesentlichen jede Möglichkeit fehlt, auf Gegner aus der Luft zu feuern, so dass es ein leichtes Opfer für Luftangriffe sein werde. Damals sagte eine Marine-Quelle der Zeitung Defense News, dass das Schiff "Standard-Raketen tragen könnte", jedoch diese nicht weiter ins Ziel befördern kann.

Auf dem Meer und in der Luft, hat das Pentagon auch mit anderen Problemen zu kämpfen, die ihm Kopfzerbrechen bereiten. Nachdem ein Soldat an Bord eines F-22 Raptor Stealth-Jet im Jahr 2010 getötet wurde, hat die Air Force wiederholt die Flotte wegen Sicherheitsbedenken am Boden gelassen. Vor kurzem kündigten mehrere Piloten an, dass sie sich weigern würden, weiter an Board zu gehen, bis nicht alle Kinderkrankheiten beseitigt seien.

Die Air Force hat bisher rund 77,4 Milliarden Dollar in seine F-22 Flotte investiert, das sind die Kosten für den Bau und Pflege von rund 11 DDG-1000.

Obwohl die Navy zuerst 32 DDG-1000 bestellte, wurde diese Zahl dreimal verkleinert. Sobald das erste Boot fertig ist, sind derzeit nur noch zwei weitere geplant.

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