By Roger | June 1, 2012 2:15 PM CEST

Plan X: Pentagon-Plan für vollwertigen Cyberwar

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Plan X: Pentagon-Plan für vollwertigen Cyberwar


Die Kriegsmaschine der USA verfügt nicht nur über die besten Kampfflugzeuge und Panzer, das US-Verteidigungsministerium investiert auch Milliarden, um seine Schlagkraft beim Cyberwar zu erhöhen. Universitäten sollen nun die neuen Cyber-Agenten ausbilden.

Blick auf das Kapitol, Sitz des US-Kongresses, in Washington am 27. Januar 2010.

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) richtet sich an den privaten Sektor, um Amerikas nächste Generation von Cybersoldaten zu rekrutieren, schreibt RT.

Aus einem Bericht, welcher am Donnerstag von der Washington Post veröffentlicht wurde, geht hervor, dass DARPA in den nächsten 5 Jahren 1,54 Milliarden Dollar investieren werde, um ihre Online-Fähigkeiten zu erhöhen. 110 Millionen sollen direkt in ein Programm mit dem Namen Plan X fließen, welches nicht um die Vereitelung von Cyberterrorismus bemüht ist, sondern Cyber-Offensiven auf andere Nationen ermöglichen soll.

Experten sagen, dass, wenn das Pentagon die Pläne zum Tragen bringt, wird es Amerika im Hinblick auf die Cyberwar-Fähigkeiten an die Spitze stellen. Und obwohl es zwar ein Erfolg in den Augen des Kongresses und der Unternehmen mit einem eigenen Interesse an der Cyber-Infrastruktur sein wird, könnten die Kräfte, die das Pentagon will, stärker sein als man sich das heute vorstellen kann.

"Wenn sie es tun können, wird es eine wirklich große Sache sein", sagte Herbert S. Lin, ein Cyber-Experte des National Research Council der National Academies. "Wenn sie es schaffen, werden sie die Möglichkeit haben, das digitale Schlachtfeld zu dominieren wie sie auch das traditionelle Schlachtfeld dominieren."

Das soll aber nicht heißen, dass Amerika zwangsläufig getrennte Kriege auf einmal führen wird. Quellen, die nah an der Sache sind, sagen, dass durch Plan X die USA fähig sein werden, die Feuerkraft auf dem Schlachtfeld durch Cyber-Attacken massgeblich zu unterstützen.

Ein Teil des Plan X soll eine digitale Karte des Schlachtfelds erstellen, mit deren Hilfe das Pentagon alle möglichen Aktionen ausspähen kann, die für die US-Regierung von Interesse sein könnten. "Im Bruchteil einer Mikrosekunde könnten Sie einen völlig anderen Fluss von Informationen haben", sagte DARPA-Direktor Kaigham J. Gabriel. "Die Herausforderung und die Chance ist es, die Möglichkeit zu haben, wo immer man ist eine schnelle, höherwertige Optik über das zu schaffen, wie das Internet aussieht und wie der Cyberspace aussieht, an einem beliebigen Punkt in der Zeit."

In den letzten Monaten hat die Bundesregierung versucht, seine Schlinge um Amerikas Internet immer enger zu ziehen. Das Stop-Online-Piraterie Gesetz (SOPA) und seine Schwester-Gesetzgebung, der Protect IP Act, verursachten einen öffentlichen Aufschrei. Nur Wochen später jedoch wurde der Cyber Intelligence Sharing and Protection Act (CISPA) dem Kongress vorgelegt. Wenn dieser in Kraft gesetzt wird, dann werden die gewählten Führer des Landes die Möglichkeit bekommen, sämtlich Aktionen eines jeden Amerikaners auf seinem Computer auszuspionieren, und das zu jeder Zeit und ohne Richterbeschluss.

Jetzt mit Plan X will das US Department of Defense sicherzustellen, nachdem das Ausspionieren der Computer ihrer eigenen Bürger wohl zu langweilig geworden ist, dass auch die Computer von Nicht-Staatsbürgern weltweit ausspioniert werden können.

Nur wenige werden behaupten, dass, die Gefahr eines Cyberwars tatsächlich real ist. Mit dieser Ausrede hat jedoch der Kongress immer wieder versucht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Online-Piraterie für US-Bürger so zu bekämpfen, dass die Bundesregierung angebliche illegale Aktivitäten überwachen kann.

"Andere Länder sind auf einen Cyberwar vorbereitet. Wenn wir nicht an die Grenze im Cyberspace gehen, dann wird es jemand anderes tun", behauptete Richard M. George, ehemaliger Beamter für Cyberdefense bei der NSA.

Die jüngsten Enthüllungen über den Plan X des DARPA kommen nur eine Woche nachdem RT aufgedeckt hatte, dass die NSA vor kurzem plante, um seine eigenen Cyber-op-Beamten durch die Umsetzung eines neuen Lehrgangs an Universitäten in den USA auszubilden. College-Studenten sollten so auf eine Karriere im Bereich der Online-Sicherheit vorbereitet werden. Bislang wurden vier Schulden von der NSA akzeptiert, Lehrgänge für Academic Excellence in Cyber Operations durchzuführen.

"Wir verlangen nicht, dass sie Kindern beibringen in Systeme einzubrechen, wir bitten sie nicht das zu lehren. Und viele von ihnen haben gesagt, sie würden das auch nicht lehren", sagte Steven LaFountain ein Beamter bei der NSA zu Reuters. " Wir haben sie nur aufgefordert, die Hardcore-Grundlagenwissenschaft zu lehren, die Studenten brauchen, wenn sie bei uns arbeiten wollen."

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