By Roger | May 24, 2012 2:58 PM CEST

"Reporter ohne Grenzen" kritisiert Zensur in Iran

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"Reporter ohne Grenzen" kritisiert Zensur in Iran

Nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" werden Journalisten in Iran vom iranischen Kulturministerium zu Verhören einbestellt. Das Ministerium sei seit Beginn der Präsidentschaft Mahmoud Ahmadinejads zu einer "Zensureinrichtung mit einem umfassenden Kontroll-und Repressionsmechanismus" geworden, so die Organisation.

Der iranische Kulturminister Mohammad Hosseini und seine Mitarbeiter stellten Vorladungen für Journalisten aus, so ROG weiter. Vor allem betroffen seien Journalisten, die für ausländische Medien arbeiten. Die Verhöre verliefen "oft gewaltsam".

"Diese Verhöre sind nicht hinnehmbar, und wir rufen internationale kulturelle Einrichtungen dazu auf, jegliche Zusammenarbeit mit diesem Ministerium einzustellen mit der Begründung, dass das Ministerium diese Verhöre autorisiert und die Misshandlung von Intellektuellen in seinen eigenen Räumen zulässt", schreibt ROG.

In seinem Bericht vom 12. März 2012 beschreibt Reporter ohne Grenzen ausführlich die Zensurmaßnahmen des iranischen Regimes: "Bereits jetzt können Iraner, die es nicht wagen oder nicht in der Lage sind, die Zensur zu umgehen, nur noch ein von kritischen Inhalten gesäubertes Internet nutzen. Für sie ist das nationale Internet seit Jahren Realität."

In seinem aktuellen Bericht bezeichnete Reporter ohne Grenzen zwölf Länder als "Feinde des Internets", weil sie Online-Inhalte stark filtern, den Netz-Zugang beschränken, "Cyber-Dissidenten" verfolgen und Propaganda verbreiten. Auf dieser Liste stehen Länder wie eben der Iran, aber auch China, Bahrain, Weißrussland, Myanmar (Birma), Kuba, Nordkorea, Saudi-Arabien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam.


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