By Roger | April 19, 2012 5:08 PM CEST

Friedliche syrische Opposition: FSA hat unsere Revolution gestohlen!

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Friedliche syrische Opposition: FSA hat unsere Revolution gestohlen!

In Kairo kamen diese Woche 200 syrische Revolutionsaktivisten zu einem Meinungsaustausch zusammen. Ziel der Konferenz war die „Rückkehr zu einer friedlichen Revolution", die nach Angaben der Teilnehmer von der Freien Syrischen Armee „FSA" „gestohlen" wurde.

Friedliche syrische Opposition: FSA hat unsere Revolution gestohlen!

Die Konferenzteilnehmer in Kairo sind trotz der Gewalteskaltion in Syrien fest davon überzeugt, dass der angestrebte Sturz des Assad-Regimes letztendlich nur mit friedlichen Mitteln erreicht werden kann. Im Sommer vergangenen Jahres seien noch Hunderttausende auf die Strassen gegangen. Nachdem die „FSA" mit dem bewaffneten Widerstand begonnen und damit der syrischen Armee den Vorwand zum Zurückschlagen geliefert habe, sei die Zahl der Demonstranten ganz erheblich zurückgegangen.

In einem offenen Brief an die Leiter der syrischen Opposition beschuldigte Human Rights Watch die FSA für Kidnapping, Folter und grausame Hinrichtungen verantwortlich zu sein.

Bedauerlicherweise sei die „Freie Syrische Armee" inzwischen eine Realtität, mit der man leben müsse. Das heiße aber nicht, dass man die FSA als Speerspitze der Syrischen Revolution akzeptieren müsse. Viele ihrer Mitglieder wollten Syrien in „Islamische Republik" verwandeln, falls sie die Gelegenheit dazu bekämen.

In Gesprächen mit einigen Medien warfen die Aktivisten der „FSA" vor, für die Gewalteskalation verantwortlich zu sein. Die Rebellen seien genau so schlimm wie Assads „Sabhiha"-Schlägertrupps. Viele „FSA"-Leute würden mit sunnitischen Jihad-Kämpfern und Salafisten, die aus arabischen Nachbarländern gekommen seien, kooperieren.

Der syrische Aktivist Mohamed Alloush war letztes Jahr im März dabei, als in Syrien die Proteste gegen das Assad-Regime, ähnlich wie in Tunesien und Ägypten auflammten. Seit die FSA letzten Sommer gegründet wurde, fühlt er sich an die Seite gedrängt.

„Unsere Revolution wurde von Leuten gestohlen, die ihre eigene Agenda haben", sagte eine Sängerin, die unter dem Pseudonym Safinas bekannt ist. „Wir sind keine gewalttätigen Menschen. Wir wollen zu der wahren Revolution zurück. Es war eine saubere Sache, als sie anfing, doch nun ist sie etwas anderes geworden. Ich bin gegen das Regime, aber ich auch gegen bewaffnete Rebellen."

„Wir wollen immer noch eine friedliche Revolution", sagte eine Aktivisten, die sich Celine nannte. „Aber seit es ein bewaffneter Konflikt wurde, haben viele Leute der Revolution den Rücken gekehrt."

Assads Regime charakterisiert die Revolution hauptsächlich als das Werk von Terroristen und Gangs. Die Aktivitäten der FSA, welche beschuldigt wird massive Menschenrechtsverletzungen zu begehen, hat die Revolution, die als eine friedliche Massenbewegung begann nur unnötig kompliziert und damit Assad die Möglichkeit einer gewaltsamen Niederschlagung gegeben.

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reuters
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