By Roger | April 13, 2012 5:38 PM CEST

Ulrich Horstmann: Euro könnte 2013 oder 2014 zusammenbrechen

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Ulrich Horstmann: Euro könnte 2013 oder 2014 zusammenbrechen

Ulrich Horstmann, Autor des Buches „Die Währungsreform kommt!: Über Versuche der Politik den Euro zu retten, fehlgeleitete Finanzmärkte und wie sie ihr Vermögen trotzdem sichern", ist von einer baldigen Währungsreform überzeugt. Das könnte bereits 2013 oder 2014 der Fall sein.

The end of the euro could mean the end of the European Union

In einem Interview mit Christoph Rohrmoser von Börse Express erklärt er warum.

In seinem Buch, welches vor einem Jahr erschienen ist, ging er davon aus, dass 2015 eine Währungsreform auf die Eurozone zukommen wird. Doch die Dynamik habe seither zugenommen.

Durch die Eurorettung und der damit einhergehenden Regelbrüche der Politik habe sich der Vertrauensverlust in den Euro beschleunigt. „Die Geldflutungspolitik zu Gunsten der Banken hat sich verstärkt. Mit der zunehmenden Destabilisierung durch die erhöhte Brandmauer kann ich mir sogar ein noch früheres Ende vorstellen. Nach den französischen Wahlen gibt es mehr Klarheit. Der zunehmende innereuropäische Budgetstreit könnte dann bereits 2013 oder 2014 ein Ende des Euros und drastische sanierende Währungsreformen zwingend notwendig machen."

Doch davor hält Horstmann es nicht für ausgeschlossen, dass um Kapitalabflüsse einzudämmen die „Ausnahmen im Kapitalverkehr mit Drittstaaten" aus Artikel 64 AEUV in Kraft gesetzt werden. „Mit zunehmenden Abschottungsmaßnahmen ist zu rechnen. Eine zentralistische „Festung Europa" ist aber auf Dauer nicht zukunftsfähig. Die Repressionsmaßnahmen von oben werden sich die Bürger auf Dauer nicht gefallen lassen."

Für Horstmann wäre ein Goldstandard eine erwägenswerte Alternative, wenn der Euro mal weg ist. Dieser würde zu einer stabilitätsbewussten Politik zwingen.

Aufräumbedarf besteht vor allem bei den Banken. „Solange die Banken von den Staaten gestützt werden und von der EZB-Geldausleihe Extragewinne bei niedrigem Eigenkapitaleinsatz einfahren können, werden sie ihre Casino-Geschäftsmodelle nicht ändern. Zur sozialen Marktwirtschaft gehören das Scheitern (mit Marktaustritten) und entmachtete Strukturen mit echtem Wettbewerb."

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telegraph.co.uk
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