By Roger | February 29, 2012 4:34 PM CET

Griechenland zum Verkauf

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Griechenland zum Verkauf

Während die Investoren Griechenland wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, planen russische und chinesische Unternehmen, sich an der Privatisierung des griechischen Staatsvermögens zu beteiligen. Sie halten dies für eine gute Investition, schreibt RT.

Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos

Russlands führender Gasproduzent Gazprom erwägt die Teilnahme an der Privatisierung der griechischen Gasgesellschaft DEPA und am Netzbetreiber DESFA. Die griechische Regierung sucht gegenwärtig Interessenten für DEPA, und plant auch 34 Prozent von DESFA zu verkaufen. Experten schätzen, dass eine Mehrheitsbeteiligung an DEPA über 1.5 Milliarden Dollar kosten würde.

"Gazprom ist am Zugang zum europäischen Markt interessiert, so dass der Kauf des griechischen Gasmonopolisten Gazprom neue Kunden bringen wird. Die Rentabilität des Verkaufs von Gas vor Ort könnte bei bis zu 200 Dollar pro 1.000 Kubikmeter liegen", sagte Vitaly Mikhalchuk, Analyst bei Investcafe. "Griechenland ist auch sehr wichtig aufgrund seiner Lage, da Gazprom den Gas-Transit über griechisches Territorium erwägt ", fügte Mikhalchuk hinzu.

Die griechische Regierung plant außerdem 35 Prozent der nationalen Ölgesellschaft ELPA und der Metallfirma Larco zu verkaufen.

"Jetzt griechische natürlichen Ressourcen zu kaufen ist vernünftig, weil sie billig sind. Auch Ressourcen, die in den Eingeweiden der Erde bleiben, können entwickelt und später profitabel verkauft werden, wenn die wirtschaftliche Lage sich verbessert", sagte Mikhalchuk.

Griechenland plant bis zu 19 Milliarden Euro bis 2015 durch sein Privatisierungsprogramm, welches Teil der Bedingungen für die finanzielle Hilfe von der EU ist, einzufahren.

Die Regierung kündigte an unrentabler Linien umzustrukturieren oder zu schliessen. Dazu will Athen 49 Prozent der staatlichen Eisenbahngesellschaft OSE verkaufen. Griechenland erwägt auch die Privatisierung von 12 griechischen Häfen, einschließlich Piräus und Thessaloniki und 29 Flughäfen des Landes.

Inzwischen einigte sich Chinas staatseigene Reederei COSCO auf einen 35-jährigen Pachtvertrag für 3.5 Milliarden Euro für den Hafen von Piräus. COSCO plant mit dem Bau eines neuen Piers 550 Millionen Euro in die Hafenanlagen zu investieren und damit das Volumen des Containerverkehrs nahezu zu verdreifachen.

Griechenlands Finanzministerium plant auch Investitionen in der Tourismusbranche durch den Verkauf von fast 70.000 Grundstücken für den Bau anzulocken. Zudem sollen alle Casinos privatisiert werden.

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