By Roger | February 20, 2012 3:32 PM CET
Nigel Farage im griechischen Fernsehen: Euro und EU werden auseinanderbrechen
Nigel Farage im griechischen Fernsehen: Euro und EU werden auseinanderbrechen
Nigel Farage sagte in einem Interview mit dem griechischen Fernsehen, dass Griechenland eine Nation und keine Tochtergesellschaft eines großen Konzerns sei, dem es heute schlecht ginge. Griechenland ist ein lebender und atmender Ort, es ist eine Nation. Seine Bürger haben Stolz und Gefühle. Man könne sie nicht so behandeln, wie die derzeitige EU-Politik dies tut.

Farage meint, dass eigentlich das Projekt „Europäische Union" Deutschland hätte davor bewahren sollen in Europa eine tragende Rolle spielen. „Aber ironischerweise passiert genau das. Die Deutschen leiten diese Show", so Farage.
Farage: „Ich denke Frau Merkel ist eine widerwillige Leiterin der Europäischen Union. Ich denke nicht, dass sie in dieser Position sein will. Aber erstens sind sie (die Deutschen) die größte Wirtschaft. Und zweitens sind die Leute, die heute an der EU-Spitze stehen, Barroso und mein alter Freund van Rumpuy, sehr schwache Persönlichkeiten. Sie sind auch nicht gewählt, wie ich immer wieder betone, darum haben sie keine Legitimität. Somit muss Merkel in dieser Krise einfach einen Schritt nach vorne machen und die leitende Funktion übernehmen."
Nigel Farage beobachtet nach eigenen Worten diese griechische Tragödie nun schon seit sechs Jahren. Das was passiert, war für ihn absehbar (Nigel Farage war früher Commodity-Trader). All diese Lösungsvorschläge vom deutschen Finanzminister (Solidarität mit Griechenland / Rettung Griechenlands) haben das Fass zum Überläufen gebracht. Griechenland wird nicht geholfen, indem es zwangsweise im Euro gehalten wird.
Die einzige Alternative, die Farage sieht, ist eine Rückkehr zur Drachme. Natürlich würde die Wiedereinführung der Drachme nicht einfach werden. Es werden unruhige Zeiten auf Griechenland zukommen. Und natürlich hat Griechenland auch mit der Drachme sehr viel Nachholbedarf. Die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung müssen so oder so reduziert werden. Die griechische Währung würde aber auch abwerten. Und genau das werde zu einer Rückkehr des Wirtschaftswachstum in Griechenland führen.
„Ich denke, in 18 Monaten werden Länder wie Griechenland nicht mehr im Euro sein. Und ich denke auch, dass diese EU nicht überleben wird," so Farage. Ob er damit die EU oder die Eurozone meine, frage der Reporter. „Beides," war die klare Antwort.
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