By Roger | February 4, 2012 12:39 PM CET

Syrien: blutigste Gewalt seit Beginn des Aufstandes - 300 Tote

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Syrien: blutigste Gewalt seit Beginn des Aufstandes - 300 Tote

Syrische Truppen haben bei einer regelrechten Flut von Attacken 200 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Die Offensive, welche am Samstag früh in Homs begann, ist die blutigste Episode in dem fast 11-monatigen Aufstand gegen die Regierung.

Homs

Zwei wichtige oppositionelle Gruppen sagten die Zahl der Todesopfer betrage mehr als 200 Personen. Mehr als die Hälfte der Morde - etwa 140 - wurden von der Nachbarschaft Khaldiyeh berichtet.

Einem Medienbericht zufolge berichteten die Sender Al-Arabija und der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Oppositionelle, dass mehr als 330 Menschen getötet worden seien. Bei Al-Arabija war von 1300 Verletzten die Rede.

Zum Ausbruch der Gewalt kam es nachdem Mitglieder der Freien Syrischen Armee Kontrollpunkte der regulären Truppen attackierten. Daraufhin wurde ein Stadtteil Homs von Regierungstruppen mit Granaten beschossen.
In Kairo haben aufgebrachte syrische Demonstranten die Botschaft ihres Landes geplündert. Dort wurden Möbel zertrümmert und die Einrichtung in Brand gesteckt. Auch in London und Kuwait sind Demonstranten in die syrischen Botschaften eingedrungen. In London schleuderten etwa 150 Menschen Steine ​​auf die syrische Botschaft, schlugen Fenster ein und riefen Parolen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Washington gewarnt, dass jeder Versuch, einen Resolutionsentwurf bei den Vereinten Nationen zu Syrien umzusetzen zu einem "Skandal" führen werde. Russland hatte mitteilen lassen, sie wolle das auch von ihrem Botschafter ausgehandelte Papier nicht mittragen.

Die Obama-Administration forderte am Samstag eine verstärkte amerikanisch-europäische Zusammenarbeit, um Tyranneien wie das Assad-Regime in Syrien zu isolieren und Demokratie in der arabischen Welt zu fördern.

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, Amerikaner und Europäer müssten eine klare und gemeinsame Botschaft an Tyrannen senden. Diese müssen die Rechte ihres Volkes zu respektieren. "Wenn ein Tyrann in Damaskus sein eigenes Volk brutalisiert, stehen Amerika und Europa Schulter an Schulter", so Clinton. Und: "Überall dort, wo Tyrannen die legitimen Forderungen des eigenen Volkes leugnen, arbeiten wir zusammen."

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