By Roger | January 31, 2012 12:42 PM CET

Ron Paul: Geldgeschenke an Banken nützen der Wirtschaft nichts

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Ron Paul: Geldgeschenke an Banken nützen der Wirtschaft nichts

Die Federal Reserve hatte den Zinssatz letzte Woche beim FOMC-Meeting festgeschrieben: Bis Ende 2014 soll der Zinssatz deutlich unter 1 Prozent bleiben. Das ist eineinhalb Jahre länger als sie noch beim Meeting im vergangenen Monat plante. Chairman Bernanke sagt, die Fed halte die Zinsen so lange so niedrig, weil die wirtschaftlichen Aussichten dies rechtfertigten.

Ron Paul: Geldgeschenke an Banken nützen der Wirtschaft nichts

Die Trugschlüsse in ihrer Argumentation wären amüsant, wenn sie nicht so gefährlich wären. Die Fed will den Preis des Geldes im wesentlichen bei Null halten - mit anderen Worten "gratis" - um die Wirtschaft anzukurbeln. Doch damit wird sie die Wirtschaft nicht noch weitere drei Jahre ankurbeln können. Denn das ist keine Erholung. Wir haben diese Taktik bereits versucht. Denn genau damit sind wir in diesen Schlamassel geraten: mit künstlich niedrigen Zinsen für eine sehr lange Zeit.

Kostenloses Geld kann das Wachstum nicht stimulieren, wie zwei verlorene Jahrzehnte in Japan deutlich zeigen. Künstlich niedrig gehaltene Zinssätze dienen nur zur Bestrafung von Sparern, verzerren die Signale des Marktes und führen somit zu weiteren Fehlinvestitionen.

Sie tun auch nichts, um die einzige wirkliche Lösung unserer wirtschaftlichen Probleme anzugehen: Die Liquidation der schlechten Schulden, die sich um den Hals der Weltwirtschaft hängen, verhindern eine Erholung. Künstlich niedrig gehaltene Zinssätze können lediglich sicherstellen, dass wir eine kreditfinanzierte Verbraucherwirtschaft bleiben. Enden wird das jedoch mit einer schwächeren Konjunktur und höheren Preisen.

Was mich noch mehr verwirrt ist, dass zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der sowjetischen Planwirtschaft und Jahrzehnte nachdem in den USA die Ökonomen die Idee der Preisfestsetzung verwarfen, wir nichts Falsches daran finden, dass die Fed den Preis des Geldes festsetzt.

Wir sind uns einig, dass es eine schlechte Idee ist, ein Gremium zu haben, welches den Weizenpreis bei 250 Dollar pro Tonne und den Lohn der Zimmerleute bei 25 Dollar je Stunde bis Ende 2014 festschreibt. Aber wir kommen uns sehr gemütlich vor mit mit einem Gremium, das den Preis der Hälfte aller Transaktion in unserer Wirtschaft festschreibt. Und unsere Märkte sind angeblich frei.

Die Politik der niedrigen Zinsen, die Operation Twist, und die quantitativen Lockerungen sind alles Versuche, die Wirtschaft künstlich am Leben zu erhalten. Doch die 12 FOMC-Teilnehmer können die Wirtschaft nicht besser verwalten als dies die Bürokraten der Sowjetunion konnten. Diese Politik hat nicht funktioniert. Sie wird nicht funktionieren.

Echte wirtschaftliche Erholung kann nicht kommen, bis wir die schlechten Schulden liquidieren, bis wir die armseligen Entscheidungen, die wir im letzten Jahrzehnt getroffen haben, beseitigen und endlich mit einem soliden Fundament anfangen. Es ist Zeit, dass wir die Wahrheit über die Aktivitäten der Fed erkennen: Sie sind nur andere Worte für die Preisstellung.

Treasury Secretary Andrew Mellon hatte Recht, als er in den 1920er Jahren sagte, "alles liquidieren." Das ist das, was wir in der schweren Depression von 1920-21 getan haben, die Wirtschaft hat sich so schnell erholt, dass wir nie wieder darüber gesprochen haben. Nach dem Crash von 1929 haben wir diesen Rat nicht befolgt und endeten in der Großen Depression.

Wir begehen den gleichen Fehler, der uns dazu bringt in dieser Großen Rezession für mehr als ein Jahrzehnt oder länger zu leben. Bereits seit vier Jahren verspricht die Fed, dass es nur noch drei Monate dauern wird.

Es ist Zeit, dass wir anfangen zu überdenken was die Fed-Politik wirklich mit unserer Wirtschaft tut, weil sie offensichtlich, nach eigenen Angaben, nicht geholfen hat.

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