By Roger | January 27, 2012 5:23 PM CET
Nigel Farage über die Zukunft der Europäischen Union
Nigel Farage über die Zukunft der Europäischen Union
Auf MRCTV erklärt Nigel Farage, warum er im Europäischen Parlament in der Rolle der "Opposition" steht, eine Rolle, die es seit Beginn der EU noch nie gegeben hat, und warum die EU wohl in einigen Jahren ohne Großbritannien auskommen muss.

Als Großbritannien vor fast vier Jahrzehnten der EU beigetreten ist, hat noch niemand geahnt, um was es bei der EU wirklich geht. Von Seiten der Politik wurde versprochen, dass es bei der EU um freien Handel, Völkerverständigung und um Frieden gehen würde. Eine Sache wurde jedoch stets ausgeschlossen: Die Politische Union. Immer wurde gesagt, dass Großbritannien seine Unabhängigkeit bewahren werde, doch in Wirklichkeit werden heute über 70 Prozent aller Gesetze nicht mehr im Unterhaus in London entschieden, sondern in Brüssel. "Diese gossartige unabhängige Nation ist zu etwas verkommen, indem wir ungewählte Bürokraten in Brüssel anbetteln müssen... Es ist, ehrlich gesagt, eine Schade für unsere Nation!"
Auf die Frage, ob der Euro noch eine Zukunft habe, antwortet Farage, ich hoffe, dass Griechenland und Portugal aus dem Euro aussteigen werden. Sie haben in diesen Ländern eine Jugendarbeitslosigkeit von beinahe 50 Prozent. Die Möglichkeit, dass noch handfeste Revolutionen ausbrechen werden, ist realistisch. "Das ist ernst, das ist gefährlich, das ist dumm... Der Euro in seiner gegenwärtigen Konstruktion wird versagen."
Doch Farage denkt, dass die viel wichtigere Frage, die Frage nach der Zukunft der EU sei. Die Mehrheit der Briten (Zwei Drittel der Bevölkerung) habe begriffen, dass sie wieder ihre eigenen Gesetze machen will, eben unabhängig sein will. Dies sei ein Trend der sich seit Jahren verstärke, dem sich die Politik nicht mehr widersetzen könne. UKIP wird weiter Druck machen, dass es bei diesem Thema zum Referendum kommen wird. Und darum kann Nigel Farage sagen: "Unser Land wird in ein paar Jahren frei sein."




