By Roger | January 19, 2012 6:24 PM CET

Schockierende Zahlen zum Drogenmissbrauch im Iran

mehr zu Welt

Schockierende Zahlen zum Drogenmissbrauch im Iran

Mit offiziell mehr als drei Millionen Süchtigen ist der Iran eine Nation auf Drogen. Die Jugend versinkt im Drogensumpf. Willenlos und ruhiggestellt. Der Iran gilt als größter Drogenschmuggler weltweit.

Drogenkonsum im Iran

Laut dem „Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung" hat der Iran nach Afghanistan den zweithöchsten Drogenkonsum in der Welt.

Sechs Millionen Euro werden im Iran täglich für Drogen ausgegeben, alle zwei Minuten werden anderthalb Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt - so die offiziellen Zahlen. Jede Stunde werden etwa 30 Dealer und Drogenabhängige verhaftet. Das gab der Chef der iranischen Antidrogenpolizei, General Ali Moayyedi, am 6. Januar bekannt. Experten behaupten jedoch, die realen Missstände hätten die Statistiken längst überholt.

Laut General Ahmadi Moghaddam, dem Oberbefehlshaber der Sicherheitskräfte der Islamischen Republik, gibt es im Iran 1,2 Millionen abhängige Dauerkonsumenten, darunter 400.000 Heroinsüchtige. Eine Statistik, die von Experten jedoch angezweifelt wird, da sie seit sechs Jahren konstant geblieben ist.

Die Zahl drogenabhängiger Schüler wird von den Verantwortlichen seit mehreren Jahren konstant mit 30.000 angegeben. Doch Bildungsminister Hamid-Reza Hadji-Babaie steht wegen Geheimhaltung der wahren Zahlen in der Kritik. Seine Reaktion darauf lautet: „Selbst wenn ich die genaue Zahl drogensüchtiger Schüler hätte, würde ich sie nicht bekanntgeben. Ich leugne nicht, dass manche Schüler drogenabhängig sind, aber sagt mir, wo gibt es in diesem Land keine Drogenabhängigen?" Zuvor hatte Polizeichef Ahmadi Moghaddam protestiert: „Das Bildungsministerium entlässt drogenabhängige Schüler von den Schulen und behauptet dann, es gäbe dort keine Drogensüchtigen. Deshalb sind die meisten unserer Drogenabhängigen Schulabbrecher."

Anstatt die Ursachen des Drogenkonsums zu erforschen und präventive Maßnahmen zu ergreifen setzt der Gottesstaat Iran auf strenge Strafen und Todesurteile für Drogenkriminelle. Nach Amnesty International sind letztes Jahr mindestens 488 Menschen wegen Drogendelikten im Iran hingerichtet worden.

Dabei ist das Drogenproblem im Iran hausgemacht. Nach Enthüllungen von Wikileaks sind die Revolutionswächter die größten Drogenschmuggler weltweit. Der ehemalige Revolutionsgardist Amir Farshad Ebrahimi sagte in einem Interview mit dem ZDF, dass der Drogenschmuggel ein Relikt aus dem Krieg gegen den Irak sei. Damals galt die Order mit Drogen Geld für den Krieg zu verdienen.

Hier zum Video-Beitrag des ZDF: Iran - der zugedröhnte Gottesstaat

This article is copyrighted by International Business Times.
Bookmark

Diskutieren

Als Gast kommentieren, oder einloggen zum editieren und weiteren Funktionen.
*Name
International Business Times Secutiry Check
Bestätigungs-Code