By Roger | December 21, 2011 12:41 PM CET
Nordkorea: Kim Jong-un wird Macht mit Onkel und Militär teilen müssen
Nordkorea: Kim Jong-un wird Macht mit Onkel und Militär teilen müssen
Nordkoreas neuer junger Diktator wird wohl die Macht mit seinem Onkel und dem Militär teilen müssen. Die Politik des isolierten Landes wird sich von einer Ein-Mann-Diktatur in eine kollektive Führung verwandeln. Dies sagte eine anonyme Quelle zu Reuters.

Die Quelle fügte hinzu, dass das Militär, welches versucht sein nukleares Arsenal zu entwickeln, seine Treue zum noch unerfahrenen Kim Jong-un bestätigt hat.
Die Quelle sagte auch, dass China erst am Montag über Kims Tod informiert worden sei. Kim starb bereits am Samstag.
Die Quelle ist zwar anonym. Sie habe gemäß Reuters jedoch bereits in der Vergangenheit etliche Male Ereignisse richtig vorhergesagt.
Die Situation in Nordkorea sei offenbar stabil, nachdem das Militär seine Unterstützung für Kim Jong-un bestätigt hat. "Es ist sehr unwahrscheinlich", sagte die Quelle, als sie über die Möglichkeit eines Militärputsches gefragt wurde. "Das Militär hat Treue zu Kim Jong-un zugesagt."
Das Land werde jetzt zusammen mit dem Militär kollektiven regiert werden. Jang Song-thaek, 65, ist der Schwiegerbruder von Kim Jong-il und der jüngere Onkel Kim Jong-uns. 2009 wurde er in die Nationale Verteidigungskommission bestellt.
Die Quelle zufolge, hat Nordkorea am Montag eine Test-Rakete abfeuert, um die USA zu warnen, keine Schritte gegen das kommunistische Land zu unternehmen: "Mit dem Raketentest, wollte (Nord)-Korea zeigen, dass es die Fähigkeit hat, sich selbst zu schützen".
China, der engste Verbündete Nordkoreas und größter Spender von Hilfsgütern, lud am Dienstag den neuen nordkoreanischen Führer nach Peking ein. Der chinesische Präsident Hu Jintao und der Vize-Präsident Xi Jinping besuchten am Dienstag die nordkoreanische Botschaft in Peking, um deren ausdrückliches Beileid zu bekunden. Die Zufahrtsstraßen zur Botschaft wurden blockiert.
China ist immer noch über die Aussichten von Instabilität an der Grenze zu Nordkorea besorgt. Nordkorea wurde von China zur Entnuklearisierung gedrängt. Das Land wäre wohl bereit dazu, unter der Bedingung, dass Nord- und Südkorea, China und die USA den Waffenstillstandsvertrag von 1953 mit einem neuen Abkommen ersetzen würden, sagte die Quelle. Pyongyang sei auch überzeugt, dass es US-Atomwaffen in Südkorea gäbe, sagte die Quelle.
Nordkorea ist aufgrund der internationalen Sanktionen, die wegen seinem Atomwaffenprogramm ausgesprochen wurden, völlig verarmt. Da weder Südkorea noch die USA bereit sind, ihre Hilfsgüter aufzustocken, versucht das kommunistische Land sich vermehrt an China zu orientieren.



