By Roger | December 20, 2011 8:02 PM CET
Drogengeschäfte und Geldwäscherei der Hisbollah aufgeflogen
Drogengeschäfte und Geldwäscherei der Hisbollah aufgeflogen
Die Hisbollah oder zu deutsch „Partei Gottes" finanziert ihre Aktivitäten nicht nur mit Geldern aus dem Iran sondern auch mittels Drogenhandel und Geldwäscherei. Tarnkonten einer libanesischen Bank dienten nach Angaben der US-Behörden dazu, schmutzige Drogengelder zu waschen. Die Drogen, hauptsächlich Kokain, wurden und werden in den USA abgesetzt.

Offenbar reichte das Geld, das die iranische Regierung an die Organisation zahlt, nicht aus. Es ist bekannt, dass die „Islamische Republik Iran" und Syrien jährlich rund 200 Millionen Dollar an die Hisbollah in den Libanon spenden. Nun ist bekannt geworden, dass die Hisbollah viel direkter in den Drogenhandel in Lateinamerika verstrickt ist als bisher angenommen.
Eine US-Untersuchung, die sechs Jahre in Anspruch nahm, hatte das Innenleben der libanesischen kanadische Bank (LCB) durchleuchtet. Die New York Times berichtete letzte Woche ausführlich über die US-Operationen der LCB.
Aufgrund der Intervention der US-Behörden wurde nun dieser Kanal der der zwielichtigen Geschäfte der libanesischen Hisbollah geschlossen. Auf Druck der USA wurden die Machenschaften der Lebanese Canadian Bank aufgedeckt und beendet. Bis vor kurzem spielte dieses Geldinstitut offenbar eine zentrale Rolle für das Drogengeschäft dieser selbsternannten "Partei Gottes". Zu ihr hatten laut New York Times leitende Mitarbeiter der Bank direkte Verbindungen.
Die Hisbollah bestreitet die US-Vorwürfe, wonach die Organisation Geld aus dem Drogenhandel im Wert von 300 Millionen Dollar gewaschen haben soll. Der Vize-Chef Sheik Naim Kassem behauptete in den Kommentaren vom Dienstag, die Vorwürfe seien alle falsch, und Amerika würde niemanden täuschen können. Er fügte hinzu, die Organisation würde keinen „religiös verbotenen Weg" beschreiten.
Viele westliche Beobachter lassen sich vom politischen, sozialen und wirtschaftlichen Engagement der Hisbollah täuschen: Die Hisbollah betreibt Krankenhäuser, in ihren Schulen wird neben Mathematik und Arabisch auch eine radikale Interpretation des Korans gelehrt und in ihren Kindergärten die nächste Generation von „Märtyrern" indoktriniert. Dazu fördert die Hisbollah auch islamistische Gruppierungen in Europa. Dass diese „Partei Gottes" ihre Aktivitäten auch mit weniger frommen Geschäften wie Drogenhandel und Geldwäscherei finanziert wird oft übersehen.
Wie die Mafia stellt die Hisbollah im Libanon einen Staat im Staate dar. Ihre Macht wird durch den Drogenhandel stabilisiert. Laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung ist schon länger bekannt, dass ihre Anhänger weltweit im Drogenhandel tätig sind. Sie sind aktiv in Europa und in den USA, aber auch in Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Paraguay, in Argentinien und in westafrikanischen Staaten wie Benin und Gambia.
Laut Verfassungsschutz gibt es 900 Hisbollah-Aktivisten bei uns in Deutschland. Das könnte aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Alexander Ritzmann, Sicherheitsexperte, European Foundation for Democracy: „Es ist so, dass die Hisbollah in Deutschland rekrutiert, weil sie hier in Ruhe gelassen wird."
Seit 1991 betreibt die Hisbollah einen regionalen Fernsehsender, der in ganz Libanon und seit dem Jahr 2000 auch in Europa empfangen werden kann. Im Jahr 2004 sperrte die französische Rundfunkbehörde den Empfang insbesondere wegen antisemitischen Aufrufen zu Hass und Gewalt. Diese basierten auf den Protokollen der Weisen von Zion, einer antisemitischen Verschwörungstheorie.






