By Brutus | December 15, 2011 5:27 PM CET

US-Anleger ziehen 291 Milliarden aus Europa ab

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US-Anleger ziehen 291 Milliarden aus Europa ab

Im letzten halben Jahr haben amerikanische Anleger 291 Milliarden Dollar von europäischen Banken abgezogen. Damit sind US-Gelder, die in europäischen Finanzinstituten angelegt waren um 25 Prozent gefallen, mit steigender Tendenz.

Deutsche Bank in Frankfurt

Im vergangenen Halbjahr seien die Einlagen bei den US-Töchtern nicht-amerikanischer Geldhäuser um 25 Prozent auf 879 Milliarden US-Dollar zurückgegangen, berichtete FT.

Der Grund für diesen drastischen Exodus sei in erster Linie der bürokratische Aufwand, der bei den Banken entstanden ist, um die Meldepflicht für sogenannte Offshore-Depots weiterhin einzuhalten. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass deswegen die Deutsche Bank und die italienische Unicredit-Tochter HVB Wertpapierdepots amerikanischen Staatsbürgen in Europa reihenweise kündigten. Der Aufwand habe sich dermaßen erhöht und stehe nun in keinem Verhältnis mehr zu den daraus erwirtschafteten Gewinnen, hieß es zur Begründung.

Aber auch die Eurokrise war nicht gerade geschäftsförderlich für die Banken. "Viele US-Unternehmen, die früher mit ausländischen Banken zusammenarbeiteten, beobachten die Lage und sagen: Ich will irgendwo hin, wo es sicherer ist", sagte Matt Burnell von Wells Fargo.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Die Einlagen bei den amerikanischen Banken stiegen im gleichen Zeitraum um 10 Prozent. "Dies ist ein großer Gewinn für die derzeitige Marktsituation," sagte der Analyste Richard Staite von Atlantic Equities.

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