By Roger | December 14, 2011 8:39 PM CET

Nigel Farage: Brüssel macht ein Euro-Gefängnis

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Nigel Farage: Brüssel macht ein Euro-Gefängnis

Großbritannien, ein Land mit 62 Millionen Einwohner, ein wirklicher Big Player innerhalb der europäischen Gemeinschaft während der letzten vier Jahrzehnte, fand sich selbst plötzlich hoffnungslos isoliert, von allen verlassen. Ich denke nicht, dass es da einen Weg zurück gibt....

Nigel Farage in RT

David Cameron ist letzten Donnerstag mit, nach seiner Auffassung, sehr vernünftigen praktischen Anfragen zum europäischen Gipfel gekommen, damit Großbritannien ein wenig Schutz für seinen Finanzsektor bekommen könnte. Er ging in diese Verhandlungen mit der Hoffnung das zu bekommen, wofür er gefragt hatte. Konfrontiert wurde er aber mit einem aggressiven französischen Präsidenten, der einfach nur sagte, wir werden Euch nichts geben und wir beharren darauf, dass die Finanztransaktionssteuer bleibt. Was er damit meinte, war eine neue Steuer, welche zu 80 Prozent (!) von Großbritannien bezahlt werden sollte. Hätte Cameron das unterschrieben und wäre damit zum Unterhaus gegangen, dann wäre wohl die britische Regierung auseinandergefallen. Er wurde also in eine Position gezwängt, in der einfach nur Nein sagen konnte.

Ich habe versucht während vielen Jahren darüber zu debattieren, ob wir vollständig in der EU sind oder vollständig außerhalb der EU. Aber der Kompromiss über diese Jahre ist, dass die Leute glauben, wir könnten zwar in der EU sein, aber nicht von der EU beherrscht werden. Ich denke, diese Auffassung ist in den frühen Stunden des Freitag Morgens gestorben. Wir stehen nun in einer Position, in der wir mit 26:1 überstimmt worden sind. Wir sind in einer hoffnungslosen Minderheit, und wir haben immer noch 75 Prozent unserer Gesetze, die von der EU geschaffen werden. Im Besonderen ist die Industrie, die Cameron versuchte zu schützen, nun verletzlicher als je zuvor. Ich glaube, obwohl Cameron das nicht wünschte, hat er nun eine echte Debatte über unsere Zukunft in der EU begonnen. Ich glaube, dass in den nächsten Monaten die Stimmen nach einem Referendum über unseren Verbleib in der EU sehr laut und sehr stark werden. Wir sind momentan in der gleichen Lage wie Griechenland. Egal ob Sie bei den nächsten Wahlen Labour oder die Torries wählen. Es macht keinen Unterschied, da Ihre Steuern nun von drei Autoritäten außerhalb des Landes bestimmt werden, die EU-Kommission, die EZB und der IWF. Dieser (der IWF) hat sich zu einer Organisation verwandelt, die nur existiert um den Euro abzusichern. Wenn Sie Ihre Zukunft und Ihr Schicksal nicht durch Wahlen bestimmen können, dann sind Sie in etwas gefangen. Das zwingt Sie nun massive Sparmaßnahmen durchzuführen ohne eine Währung zu haben, die könnte, weil ihre Wirtschaft nicht rund läuft. Ich denke, meine Definition über ein wirtschaftliches Gefängnis ist ziemlich zutreffend.

Vergessen Sie nicht, dass Politiker immer den Status Quo verteidigen werden. Sie werden Ihnen immer erzählen, dass wenn wir nicht weitermachen wie bisher, dann werden wir Hungersnöte haben, die Pest wird wieder kommen, und der Himmel wird uns auf den Kopf fallen, es werde alles eine komplette Katastrophe werden. Wir haben das oft in den Jahren zuvor gesehen. Doch die Realität ist, dass ein Zusammenbruch des Euros kurzfristig sehr hart sein wird, weil sehr viele europäische Banken über die Klippe springen und wahrscheinlich verstaatlicht werden müssten. Aber wir sahen es in Island. Das Land hat die Situation akzeptiert, ließ die Banken 2008 pleite gehen. Und nun, drei Jahre später geht das Land wieder in Richtung Wachstum.

Ich glaube, die größte Bedrohung, der wir heute in Europa gegenüberstehen, ist dass Länder wie Griechenland, Portugal und Irland und vielleicht sogar auch Spanien und Italien in ein wirtschaftliches Gefängnis geworfen werden, die Demokratie in diesen Ländern wird buchstäblich abgeschafft. Die Regierungen in Griechenland und Italien werden durch diese Tyrannen in Brüssel abgesetzt. Die noch größere Bedrohung ist, dass diese Länder in diesem Ding bleiben und einen langsamen wirtschaftlichen Tod sterben, dass dann die Arbeitslosenraten so hoch wird, dass wir wieder Extremismus und Faschismus in Europa sehen werden.

Darum lasst uns endlich die schlechten Neuigkeiten aus dem Weg räumen. Lassen Sie uns den Zusammenbruch haben. Wissen Sie was, in ein paar Monaten wird die Welt wieder sehr viel rosiger aussehen.

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