By Brutus | November 17, 2011 11:29 PM CET
Nouriel Roubini: Zusammenbruch des Euros bis 2014 möglich
Nouriel Roubini: Zusammenbruch des Euros bis 2014 möglich
Nach Nouriel Roubini ist eine Zerschlagung der Eurozone in den nächsten zwei Jahren nicht auszuschließen, denn die Ausbreitung der Schuldenkrise nähere sich nun einem unhaltbaren Punkt.

Die Erschaffung einer "großen Bazooka" aus Mitteln des IWF, der EZB und anderen Institutionen sei die wahrscheinlichste Option für die Zukunft. Es gibt eine Chance von 50 Prozent, dass so etwas in den nächsten Monaten umgesetzt werde, sagte er.
An diesem Punkt werde auch eine geordnete Umschuldung Italiens und Spaniens in Angriff genommen werden müssen. Falls die Eurozone dann immer noch nicht stabil sei, müsse über den Auschluss von Ländern wie Griechenland und Portugal, aber dann auch Italien und Spanien aus der Eurozone nachgedacht werden. Dies könnte bereits Ende 2013 oder in den ersten Monaten von 2014 der Fall sein.
Weiter warnte Roubini die USA vor der Ansteckung durch die Schuldenkrise. Diese hätte längst die USA erreicht. Er wies darauf hin, dass sich die Spreads für US-Swaps auf einem 18-Monatshoch befinden.
Auch gibt es begründete Sorgen über eine Ansteckung im US-Bankensektor, stellt er fest. Während die Netto-Engagements von US-Banken an EU-Staaten und europäische Finanzinstitutionen beschränkt ist, seien die Brutto-Engagements "viel größer" und Anlass zur Sorge für die Federal Reserve, behauptet er.
Roubinis Kommentare kommen nachdem die Rating-Agentur Fitch vor Engagements von US-Banken in der Eurozone gewarnt hatte. "Obwohl die US-Banken überschaubare direkte Engagements auf europäischen Märkten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien) haben, stellt eine weitere Ansteckung eine ernsthafte Gefahr dar", sagt Fitch.









