By Roger | October 23, 2011 9:28 PM CEST

Soll die Hisbollah in Deutschland verboten werden?

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Soll die Hisbollah in Deutschland verboten werden?

Diese Forderung stellt der Zweite Deutsche Israelkongress heute in Frankfurt. Der deutsche Verfassungschutz beobachtet die Hisbollah, unternimmt aber nichts. Das EU-Parlament spricht von terroristischen Aktivitäten seitens der Hisbollah.

Hisbollah-Mitglieder in Libanon

Mit mehr als 2.000 Teilnehmern hat am Sonntagmittag der zweite deutsche Israelkongress in Frankfurt begonnen. Auf ihrer Webseite sprechen die Veranstalter von der größten pro-israelischen Veranstaltung in Europa.

Die teilnehmenden und unterstützenden Organisationen haben in Frankfurt am Main eine Resolution für mehr Solidarität mit Israel verabschiedet. Darin heißt es: "Wir fordern Politik, Medien und Gesellschaft auf, sich aktiv für ein verstärktes deutsches Engagement für Israel bei der Europäischen Union und den Vereinten Nationen einzusetzen". Desweiteren solle sich Deutschland für ein eindeutiges politisches Bekenntnis zum jüdischen Staat Israel mit Jerusalem als Hauptstadt sowie dem Recht auf Selbstverteidigung stark machen.

Im gleichen Papier fordern sie auch ein Verbot der Hisbollah in Deutschland. Die Hisbollah wird in Israel und in den USA als Terrororganistaion betrachtet. Der deutsche Verfassungschutz beobachtet die Aktivitäten der Organisation, unternimmt jedoch nichts gegen sie. Das EU-Parlament spricht in einem Beschluss vom März 2005 von „terroristischen Aktivitäten seitens der Hisbollah".

Laut Verfassungsschutz gibt es 900 Hisbollah-Aktivisten bei uns. Das könnte aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Alexander Ritzmann, Sicherheitsexperte, European Foundation for Democracy: „Es ist so, dass die Hisbollah in Deutschland rekrutiert, weil sie hier in Ruhe gelassen wird."

Viele westliche Beobachter lassen sich vom politischen, sozialen und wirtschaftlichen Engagement der Hisbollah täuschen: Die Hisbollah betreibt Krankenhäuser, die Frauen jedoch nur betreten dürfen, wenn ihre Kleidung den Vorschriften der „Partei Gottes" entspricht. In ihren Schulen wird neben Mathematik und Arabisch auch eine radikale Interpretation des Korans gelehrt und in ihren Kindergärten die nächste Generation von „Märtyrern" indoktriniert. Neben diesem finanziellen Engagement fördert die Hisbollah auch islamistische Gruppierungen in Europa.

Seit 1991 betreibt die Hisbollah einen regionalen Fernsehsender, der in ganz Libanon und seit dem Jahr 2000 auch in Europa empfangen werden kann. Im Jahr 2004 sperrte die französische Rundfunkbehörde den Empfang insbesondere wegen antisemitischen Aufrufen zu Hass und Gewalt. Diese basierten auf den Protokollen der Weisen von Zion, einer antisemitischen Verschwörungstheorie.

Da die Hisbollah eine schiitische Organisation ist, wird sich offen vom Iran finanziert und mit Waffen beliefert. Eine weitere wichtige Einnahmequellen für die Hisbollah ist der internationale Schmuggel. Um Geld zu erwirtschaften, werden auch weitere kriminelle Möglichkeiten genutzt, so gehört der Schmuggel von Diamanten, Drogen und Zigaretten ebenfalls zu den gängigen Praktiken der Organisation. Angesichts dieser Aktivitäten kann die Hisbollah auch als eine Art Mafia bezeichnet werden.

Quellen:
http://www.israelkongress.de/index.php
http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum////israelkongress-fordert-verbot-der-hisbollah-in-deutschland/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=10&cHash=b7897b37f4
www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum////zweiter-deutscher-israelkongress-in-frankfurt-gestartet/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=10&cHash=e3dc753924
http://ritzmann.wordpress.com/2009/05/11/die-geheimen-hisbollah-aktivitaten-in-deutschland-report-munchen/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbollah

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