By Roger Baettig | August 17, 2011 3:48 PM CEST

Rückkehr zum Goldstandard könnte Spekulationsblasen entschärfen

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Rückkehr zum Goldstandard könnte Spekulationsblasen entschärfen

Am 15. August hat das ZDF einen bemerkenswerten Beitrag im Heute-Journal gesendet, der sich kritisch mit der Ablösung der Golddeckung des US-Dollars befasst.

Papiergeld und Gold

„Aber eigentlich ist es doch komisch, dass so ein Stückchen Papier viel wert sein kann, bloß weil jemand daraufgedruckt hat 50 Euro, unterschrieben Trichet, EZB."

Und weiter heißt es:
„Das billige Geld hat Wachstum und Wohlstand gebracht und eine Finanzkrise mit unbekanntem Ende. Seit 1971 ist es nicht mehr das Gold, das unserem Geld den Wert gibt, es ist nur noch unser Glaube."

Offenbar dämmert es den Leuten langsam, dass etwas mit unserem Geldsystem nicht in Ordnung ist. Je mehr die Notenbanken Geld aus dem Nichts drucken, desto kleiner wird unser „Glaube" in unsere Währungen. Was an den Märkten passiert ist nur eine logische Folge davon.

So finden sich denn 40 Jahre nach der Aufhebung des Goldstandards immer mehr Fachleute als dessen Anhänger. Aus Sicht des Deutschland-Chefvolkswirts von Barclays Capital, Thorsten Polleit, hätte er für Anleger viele Vorteile.

Der Goldstandard habe geholfen, heutige Probleme wie etwa Spekulationsblasen zu vermeiden, sagte Polleit. "In der Tat würden die Probleme, für die nicht an reale Werte gekoppeltes Kreditgeld sorgt - wie zum Beispiel Konjunkturschwankungen und Spekulationsblasen - im Goldstandard nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß auftreten", sagte Polleit.

Auch für Anleger biete der Goldstandard aus seiner Sicht Vorteile. "Anleger hätten mit Gold ein recht verlässliches Geld, das nicht beliebig durch politische Eingriffe vermehrt werden kann, was in der Vergangenheit ja immer wieder zu Inflation geführt hat. Schon heute steht es den Anlegern offen, sich durch Goldkauf gegen Inflation zu schützen, die durch die Geldmengenausweitung der Zentralbanken entstehen kann."

Gleichzeitig, so ein weiteres Argument der Befürworter einer Rückkehr zum Goldstandard, würden der Politik der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank (EZB) und anderer Notenbanken durch den Goldstandard Grenzen gesetzt. Die Macht der Zentralbanken und die damit verbundenen Risiken bei einer falschen Geldpolitik wären geringer.

Quellen:
http://liberalesinstitut.wordpress.com/2011/08/17/gold-und-papiergeld-die-zweifel-erreichen-den-mainstream/
http://mobil.handelsblatt.com/;h=774f09db8e;turnpage=1/

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