By Roger Baettig | August 15, 2011 7:40 PM CEST

Der Tag an dem die USA die Goldpreisbindung des Dollars aufgaben

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Der Tag an dem die USA die Goldpreisbindung des Dollars aufgaben

Heute vor 40 Jahren hatte der ehemalige US-Präsident Richard Nixon Geschichte gemacht, indem er die Goldpreisbindung des US-Dollars aufgab und somit ein System des beliebigen Gelddruckens schaffte.

Gold Dollar

Heute vor 40 Jahren: Am 15. August 1971 richtete der amtierende US-Präsident Richard Nixon eine Rede an das amerikanische Volk. Die USA würden sich ab sofort weigern, den US-Dollar jederzeit gegen eine festgelegte Menge Gold einzutauschen.

Damit brach er einseitig die Vereinbarung von Bretton Woods, welche ein System fixer Wechselkurse aller Währungen gegenüber dem US-Dollar beinhaltete und erst seit 1944 bestand. Desweiteren war mit Bretton Woods das Tauschverhältnis zwischen dem Dollar und Gold (35 USD je Feinunze Gold) festgelegt.

Für die entstandene Gleichstellung zwischen Dollar und Unze hatte sich die Fed freiwillig verpflichtet, diese durch Goldkäufe beziehungsweise -verkäufe zu sichern, das heißt den Dollar zu dem Kurs (35 Dollar je Unze) zu kaufen oder zu verkaufen.

Alle Zentralbanken waren bis dahin anderen Zentralbanken gegenüber verpflichtet, Währung gegen Gold zu einem festen Kurs von 35 Dollar pro Feinunze einzutauschen. Als Überwachungsinstanz war der Internationale Währungsfonds (IWF) geschaffen worden. Dieser sollte das Funktionieren des Systems gewährleisten.

Mit steigenden Leistungsbilanzdefiziten der USA kam es jedoch seit den 1960er Jahren zu einem Abschmelzen der US-Goldreserven. Zudem begann mit dem Vietnamkrieg das internationale Vertrauen in die Werthaltigkeit des Dollars zu schwinden. Frankreich beschwor eine politische Krise herauf, als es die USA aufforderte, die französischen Dollarreserven nach Frankreich zu liefern und nicht nur in Gold umzutauschen. Im Zuge dieser Auseinandersetzung stoppte der damalige US-Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 die Eintauschbarkeit von Dollar in Gold.

Nixon begründete die Maßnahme mit gezielten Spekulationen gegen den US-Dollar und zur Stabilisierung desselben. Mit der einseitigen Aufkündigung des Vertrags von Bretton Woods beendeten die USA die Zeit goldgedeckter Währungen und öffneten die Pforte für beliebige Geldvermehrung aus dem Nichts (Fiat Money).

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