May 10, 2011 10:58 AM CEST

Preise für Seltene Erden werden 2013 voraussichtlich fallen

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Preise für Seltene Erden werden 2013 voraussichtlich fallen

Die Preise für Seltene Erden sind in den letzten 3 Jahren aufgrund einer starken Nachfrage förmlich explodiert. Aber auch bei den Seltenen Erden macht der Markt keine Ausnahme. Das Angebot wird gem. Goldman Sachs bereits 2013 die Nachfrage übertreffen. Die Preise werden wieder sinken.

Abbau von Seltenen Erden

Was sind Seltene Erden?

Seltene Erden sind eine Klasse von 17 chemischen Elementen, die bei derHerstellung vieler Technologien wie etwa Flachbildschirmen, Batterien für Elektroautos, Windturbinen, Raketen und auch im Bereich der erneuerbaren Energien genutzt werden.

Für die sogenannten "Grünen Technologien", wie z. B. die Windenergie, aber auch für die Produktion von energiesparenden Leuchtmitteln ist ohne Verwendung von Seltenen Erden nicht möglich. Die Förderung Seltener Erden ist stark umweltschädlich, was uns aber nicht davon abhält sie weiterhin abzubauen.

China besitzt etwa 30 % der globalen Reserven an Seltenen Erden, produziert aber bisher über 90 % des globalen Angebots. Mit den stark erhöhten Preisen für Seltene Erden verkündeten Japan, die USA und Australien im letzten Jahr, wieder inländische Ressourcen erschließen zu wollen. Vorher waren ihre eigenen Minen fast alle geschlossen, weil ihnen die Preise zu niedrig waren.

Die größte Mine zum Abbau von Seltenen Erden außerhalb Chinas ist die Mine Mount Weld im westlichen Australien. Die Preise der seltenen Metalle von Mount Weld erhöhten sich bereits von 10,32 US-Dollar pro Kilogramm im Jahr 2009 auf 162,66 US-Dollar heute.

Goldman Sachs-Analyst Malcolm Southwood veröffentlichte letzte Woche eine Prognose über die Preisentwicklung der Seltene Erden. 2013 werde das Angebot die Nachfrage überschreiten, und 2014 werde das Angebot schätzungsweise 5.860 Tonnen größer als die Nachfrage sein. Die Preise für seltene Erden würden zunächst weiter steigen und die Preise von Mount Weld könnten sogar 227 US-Dollar pro Kilogramm erreichen. Aber langfristig würden sie sinken.

Diese Prognose stellt eine Herausforderung für die Nachhaltigkeit der seit 2009 stark gestiegenen Preise der Seltenen Erden und der hohen Aktienwerte der entsprechenden Firmen dar.

Andere Analysten meinen, viele neue Seltene-Erden-Projekte würden kontinuierlich in Betrieb genommen, weshalb die Preise eines Tages auf ein durchschnittliches Niveau fallen würden. Es gebe noch viele zu erschließende große Minen, zum Beispiel Greenland Minerals & Energy Ltd und Kvanefjeld. Hohe Preise sollten jedoch mehr Konkurrenten in die Branche ziehen.

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