December 19, 2010 5:01 PM CET

Westerwelle lehnt Forderungen nach einem Rücktritt ab

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Westerwelle lehnt Forderungen nach einem Rücktritt ab

FDP-Chef Guido Westerwelle will trotz der anhaltenden Kritik an seiner Person im Amt bleiben.
"Ich verlasse das Deck nicht, wenn es stürmt", sagte der Bundesaußenminister der "Bild am Sonntag" laut Vorab-Bericht. Er arbeite daran, dass man wieder auf Erfolgskurs komme und werde dabei von einem großartigen Team unterstützt. Westerwelle habe aber offen gelassen, ob der im Mai auf dem FDP-Bundesparteitag erneut als Vorsitzender kandidieren werde, schrieb die Zeitung. "Personalfragen diskutieren wir zuerst in den Gremien und dann in der Öffentlichkeit", zitierte sie den FDP-Chef. "Aber ich muss nicht verschweigen, dass ich Freude an meiner politischen Arbeit für die einzige liberale Partei in Deutschland habe."

Der FDP-Vorsitzende und Außenminister Guido Westerwelle während einer Bundestags-Rede am 16. Dezember 2010 in Berlin.

Die Kritik an Westerwelle war trotz der Rückendeckung aus der Parteispitze auch am Samstag nicht abgerissen. Nach Vertretern der Südwest-FDP forderte auch der hessische FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn Westerwelle dazu auf, beim Dreikönigstreffen Anfang Januar seinen Rückzug anzukündigen. Vor wenigen Tage hatte bereits der FDP-Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin, Westerwelle als "Klotz am Bein" bezeichnet und ihn von Wahlkampfauftritten ausgeladen. Kurz zuvor hatte Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Kubicki den Zustand der FDP mit der Spätphase der DDR verglichen und den Vorsitzenden ebenfalls harsch kritisiert.

Hintergrund der Krise ist das anhaltende Umfragetief bei fünf Prozent. In der Partei werden Westerwelle Fehler vorgeworfen, zuletzt beim Krisenmanagement in der Maulwurf-Affäre.

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