December 6, 2010 12:05 PM CET

Bernanke: Fed könnte Programm zum Anleihen-Kauf noch ausweiten

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Bernanke: Fed könnte Programm zum Anleihen-Kauf noch ausweiten

Washington (Reuters) - Die US-Notenbank könnte nach Einschätzung ihres Vorsitzenden Ben Bernanke mehr Staatsanleihen kaufen als bisher geplant, falls die Konjunktur nicht reagieren oder die Arbeitslosigkeit zu hoch bleiben sollte.
In einem seiner seltenen Fernsehinterviews sagte der Fed-Chef am Sonntag in der CBS-Sendung "60 minutes", die Fed wolle mit ihrem Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen eine weiterhin schwache Wirtschaftsentwicklung stützen. Zugleich wies Bernanke Kritik zurück, wonach die US-Notenbank mit ihrer Politik die Inflation begünstige.
"Die Angst vor der Inflation ist meiner Meinung nach übertrieben", sagte Bernanke. Auf die Frage, ob die Fed ihr im November angekündigtes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen im Volumen von 600 Milliarden Dollar ausweiten könnte, antwortete Bernanke: "Oh, das ist sicher möglich. Das hängt von der Wirksamkeit des Programms ab. Es hängt von der Inflation ab. Und am Ende hängt es auch davon ab, wie die Wirtschaft aussieht." Das Programm könnte aber auch geringer ausfallen als die anvisierten 600 Milliarden Dollar. "Wir werden das fortlaufend überprüfen."
Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal um aufs Jahr hochgerechnet 2,5 Prozent gewachsen. Zur Verringerung der hohen Arbeitslosigkeit in den USA wird nach Einschätzung von Experten aber ein deutlich stärkeres Wachstum benötigt. Bernanke sagte, es werde voraussichtlich vier bis fünf Jahre dauern, bis die Arbeitslosenquote von zuletzt 9,8 Prozent auf ein "normaleres Level" von fünf oder sechs Prozent verringert worden sei.

Der Vorsitzende der Amerikanischen Notenbank Ben Bernanke
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