November 22, 2010 4:24 PM CET
Weltbank-Vizepräsident für leichte Schwächung des Yuan
Weltbank-Vizepräsident für leichte Schwächung des Yuan
Eine geringfügige Schwächung der chinesischen Nationalwährung wird laut James Adams, dem für Südostasien zuständigen Vizepräsidenten der Weltbank, die Wirtschaft dieses Landes anspornen und das Inflationstempo drosseln.
„Wenn China den Yuan-Kurs ein bisschen fallen lässt, wird das bei der Entwicklung der Wirtschaft helfen“, sagte er vor Journalisten. „Eine Herabsetzung des Wechselkurses könnte auch das Inflationsproblem in bedeutendem Maße verringern.“
Auf seine Meinung zu internationalen „Währungskriegen“ - etwa zwischen China und den USA - angesprochen, sagte Adams: „Ich glaube nicht, dass jetzt ein Krieg im Gange ist.“ „Jedes Land hat bestimmte politische Interessen.“
Dem Wechselkurs des Yuan werde zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, so Adams. „Er kann nicht alle Probleme lösen, die nicht nur in der Wirtschaft Chinas, sondern überhaupt auf der Welt entstanden sind.“
„Die chinesische Wirtschaft wächst sehr schnell und die amerikanische sehr langsam“, fügte er hinzu. „Der Wechselkurs kann nicht alle Probleme lösen, deshalb müssten die USA und die EU ihre Politik revidieren.“
Zu Perspektiven des Yuan als einer zukünftigen Reservewährung verwies Adams auf die Vergrößerung des Yuan-Anteils bei den internationalen Handelsverrechnungen. In langfristiger Perspektive müsste aber die jetzige Kontrolle über den Währungskurs, der jetzt in China herrscht, gelockert werden. Dies wäre ein nächster Schritt auf dem Weg des Yuan zu einer Reservewährung.
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