July 31, 2010 9:18 PM CEST

Citigroup einigt sich in Hypotheken-Streit mit Aufsicht

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Citigroup einigt sich in Hypotheken-Streit mit Aufsicht

Nach der US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich auch die Großbank Citigroup den Streit um Ramschhypotheken mit der US-Börsenaufsicht SEC geeinigt.

Das Institut überweist 75 Millionen Dollar an die Behörde. Auch zwei hochrangige Manager werden zur Kasse gebeten.

Die Aufsicht hatte dem Geldhaus vorgeworfen, Investoren im Jahr 2007 nicht darüber informiert zu haben, dass in den Büchern hochriskante Subprime-Hypothekenkredite im Umfang von 40 Milliarden Dollar lagerten - die Bank sprach lediglich von 13 Milliarden Dollar. Für Investoren sind umfassende Informationen wichtig, damit sie ihre Anlageentscheidungen treffen können.

"Die Spielregeln im Finanzwesen sind einfach - wenn du dich dazu entscheidest, etwas bekanntzugeben, dann sage die ganze Wahrheit und nicht nur Teile davon", sagte der bei der SEC für Strafverfolgungen zuständige Direktor Robert Khuzami bei der Bekanntgabe der Einigung am Donnerstag. Die Bank gestand die Anschuldigungen im Zuge des Vergleichs weder ein noch wies sie sie zurück. An der Börse in New York wurde die Einigung positiv aufgenommen.

Der ehemalige Finanzchef Gary Crittenden, der seit 2009 nicht mehr bei der Citigroup arbeitet, muss 100.000 Dollar zahlen. "Das ist der höchstrangige Manager, dessen Name in den Ermittlungen zur Finanzkrise von 2008 und 2009 fällt", sagte Juraprofessor John Coffee. Ein weiterer Manager zahlt 80.000 Dollar. Ein Citi-Sprecher sagte, die Bank sei erleichtert über die Vergleichszahlung mit der SEC.

Der Vergleich ist Teil umfassenderer Ermittlungen im Zusammenhang mit Hypothekenkrediten an Schuldner minderer Bonität. Mitte des Monats räumte Goldman Sachs mit einer Rekordbuße von 550 Millionen Dollar eine Betrugsklage der SEC aus dem Weg. Dem Institut war vorgeworfen worden, Anlegern Informationen über komplexe Hypotheken-Wertpapier-Portfolios vorenthalten zu haben.

Die Citigroup war in der Finanzkrise in Bedrängnis geraten. Der Staat war ihr als Nothelfer beigesprungen und hatte dafür einen 27-Prozent-Anteil an dem Geldhaus übernommen. Einen Teil der Aktien hat die Regierung bereits wieder verkauft.

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