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FX Daily Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen

02 Feb, 2012 @ 09:41 am EDT | written by Helaba Landesbank Hessen-Thringen


USA: Kfz-Absatz steigt im Januar stärker als erwartet um 4,8 % auf 14,13 Mio.

Asiatische Aktienmärkte tendieren freundlich.

Der Euro findet sich in einem Wechselbad der Gefühle, da die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern (z. B. über den Fortgang der EWU-Schuldenkrise oder den globalen Konjunkturausblick) ungewöhnlich hoch ist. Entsprechend sensibel reagieren die Kurse, wenn beispielsweise US-Daten schwächer ausfallen als erwartet. Der US-Dollar neigte daher bis zum frühen gestrigen Morgen zur Stärke und ist damit wieder vollends in seinem krisenbedingten Verhaltensmuster gefangen. Wie so häufig seit 2008 zu beobachten war, belasten enttäuschende Daten vonseiten der US-Konjunktur den Euro und nicht den US-Dollar. Im Verlauf unterstützten dann wieder ein unerwartet kräftiger italienischer Einkaufsmanagerindex sowie die robusten Aktienkurse die Gemeinschaftswährung.

Von konjunktureller Seite bleibt es heute vergleichsweise ruhig. Erst morgen wird es mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht und dem ISM-Serviceindex nochmal richtig spannend. Eine letzte Indikation für die Beschäftigung gibt es von den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Der wieder gesunkene Vierwochendurchschnitt auf unter 380 Tsd. spricht für einen robusten Aufbau neuer Stellen.

Die anstehende Reden von Fed-Chef Bernanke (vor dem Haushaltsausschuss) und Chicago-Fed-Präsident Evans werden derweil keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass die Fed mit einer weiteren Runde mengenmäßiger Lockerung (QE3) aufwartet, wenn dies nötig werden sollte. Beide werden die Sorgen vor einer zu schwachen Arbeitsmarkterholung hervorheben und damit den jüngsten Tenor des Fed-Kommuniqués wiedergeben. Vor diesem Hintergrund erhält der morgen zur Veröffentlichung anstehende Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar besondere Aufmerksamkeit.

EUR-USD: Nach den zuletzt uneinheitlichen Tagestendenzen ergibt sich ein gemischtes technisches Umfeld. Beim Blick auf den Tageschart bleibt festzustellen, dass MACD und DMI im Kauf sind, während der Stochastic im überkauften Bereich gen Süden gedreht hat und unter seine Signallinie gesunken ist. Der erste Aufwärtsimpuls seit dem zyklischen Tief bei 1,2623 scheint daher mit dem jüngsten Hoch bei 1,3235 abgeschlossen zu sein. Zudem findet sich bei 1,3246 das 38,2 %-Retracement des Euro-Kursrückgangs von Ende Oktober (1,4248) bis Mitte Januar (1,2623). Der Bereich zwischen 1,3200 und 1,3246 gilt denn aktuell auch als entscheidend und erst der Sprung darüber eröffnete weiteres Potenzial. Zunächst wären dann Kurse um 1,34 möglich, mittelfristig auch ein Anstieg über 1,35 denkbar. Ein Kaufsignal des MACD auf Wochenbasis, das bislang noch aussteht, würde ein solches Szenario untermauern. Trading-Range: 1,3100 - 1,3246.

Ihr Floor Research

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Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

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