MAN-Chef rechnet mit schwierigem Jahr 2010 - Keine Zerschlagung 08. Februar 2010, 08:51 CET
MAN erwartet im Nutzfahrzeuggeschäft im laufenden Jahr keine deutliche Erholung. ![]() "Wir werden 2010 noch das niedrige Niveau von 2009 bekommen", sagte Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Allerdings sei der Auftragseingang in den vergangenen Monaten besser gewesen als im Vorjahreszeitraum. "Ich gehe von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus", sagte der neue MAN-Chef. Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer werde das gesamte Jahr 2010 Kurzarbeit fahren müssen, kündigte Pachta-Reyhofen an. Betriebsbedingte Kündigungen seine aber nicht geplant. Er deutete an, dass Abschreibungen auf die 17-Prozent-Beteiligung am schwedischen Konkurrenten Scania das MAN-Ergebnis belastet habe. "Man darf die Kursentwicklung der Scania-Aktie in den letzten Jahren nicht unberücksichtigt lassen", sagte er. Branchenkreisen zufolge ist der Münchner Konzern 2009 wegen der Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht. Eine Zerschlagung von MAN lehnte der Konzernchef ab. "Warum sollte man über die Zerlegung eines erfolgreichen MAN-Konzerns nachdenken? Transport, Energie und Umwelttechnologie - das sind genau die Märkte der Zukunft. Daran zweifelt niemand", sagte Pachta-Reyhofen. Seit längerem gibt es Spekulationen, dass Großaktionär VW MAN mit Scania fusionieren könnte. VW hält knapp 30 Prozent an MAN und über 70 Prozent an Scania. Copyright 2009 Reuters. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Material darf nicht veröffentlicht, übertragen, umgeschrieben oder weiterverbreitet werden.
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