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Industrie mit Rekord-Umsatzeinbruch im Krisenjahr 2009



08. Februar 2010, 15:03 CET

Die Industrie hat im Krisenjahr 2009 den schärfsten Umsatzeinbruch seit Gründung der Bundesrepublik erlitten.

Die Erlöse sanken bereinigt um die Zahl der Arbeitstage um 17 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. "Einen stärkeren Rückgang hatten wir noch nicht", sagte ein Statistiker. Die exportabhängige Industrie litt dabei unter dem Einbruch des Welthandels: Das Geschäft mit Kunden im Ausland brach um mehr als ein Fünftel ein. Doch auch im Inland setzten die Industriebetriebe 13,9 Prozent weniger ab.

Dabei macht den Unternehmen vor allem der scharfe Einbruch zu Jahresbeginn schwer zu schaffen. Zum Jahresende hin fielen die Rückgänge wieder geringer aus: Im Dezember sanken die Erlöse verglichen mit dem Vorjahresmonat nur noch um sechs Prozent. Einige Branchen konnten sogar wieder Umsatzzuwächse erzielen: "Bei Chemie und Autos geht es bergauf", sagte der Statistiker. Den stärksten Umsatzrückgang mussten die Maschinenbauer mit minus 23,7 Prozent hinnehmen.

Verglichen mit dem Vormonat setzten die Industriebetriebe zwei Prozent weniger um. Ein überraschendes Auftrags- und Produktionsminus machte den Unternehmen dabei zum Jahresende zu schaffen. Damit droht ein holpriger Start ins laufende Jahr. Experten und die Bundesregierung erwarten aber keinen neuerlichen Rückfall in die Rezession. Die Regierung rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,4 Prozent, nach einem Minus von fünf Prozent im Krisenjahr 2009.

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