Gesundheitsorganisationen schlugen Alarm, die Regierung verbreitete Panik, Massenmedien behaupteten die Impfung sei das einzige Gegenmittel - was damals so falsch wie heute war. In großangelegten Werbekampagnen wurden Bürger zur Impfung aufgerufen (auf YouTube gibt es einen entsprechenden Werbespot mit deutschen Untertiteln). Dabei machten Pharmaindustrie und Behörden auch vor Falschaussagen nicht halt.
Auch damals war es so, dass der Impfstoff im Vorfeld kaum getestet worden war. Trotzdem wurde den Menschen die Impfung als "sicher" angepriesen. Der Höhepunkt der damaligen Impfpropaganda bestand darin, dass angeblich Berühmtheiten wie der damalige US-Präsident Ford, Henry Kissinger, Elton John, Muhamed Ali an der Impfung teilgenommen hätten. So vermeldete es die Gesundheitsbehörde. Doch später stellte sich das Gegenteil heraus: Die genannten Personen hatten sich geweigert, sich impfen zu lassen.
Einen ähnlichen Fall gibt es 2009 in Deutschland: Für Militär- und Regierungsangehörige wurde ein anderer Impfstoff bestellt, der keine gefährlichen Adjuvanzien enthält. Dass dies bereits im Vorfeld der geplanten Massenimpfung bekannt wurde hat die Impfbereitschaft natürlich nicht gefördert.
Die Schweinegrippe kam den Politikern damals sehr gelegen: Die Regierung stand wegen Vietnam-Krieg und Watergate-Affäre in einem schlechten Licht, zudem war 1976 Wahljahr. Die Schweinegrippe war eine willkommene Ablenkung, und die Massenimpfung wurde eingeleitet.
Das Verrückte bei der Schweinegrippe-Hysterie von 1976: Schon wenige Monate nach der großangelegten Massenimpfung verflog die "Grippe-Welle" wieder, und die von Politikern und Medizinern beschworene Katastrophe erschöpfte sich in einem einzigen Todesfall im Zusammenhang mit der Grippe. Doch die Geimpften hatten das Nachsehen: Insgesamt klagten über 4000 Impfgeschädigte, einige bis heute, auf Schadenersatz in Höhe von insgesamt 3,5 Milliarden Dollar. Bisher vergeblich. Nach offiziellen Angaben starben 300 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe-Impfung, wie eine CBS-Reportage berichtet.
Die deutsche Regierung sah sich genötigt, durch das staatliche Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Gefahren wie 1976 durch die Massenimpfung abwiegeln zu lassen. Gleichzeitig wird das Desaster durch das PEI in einer Pressemitteilung vom 6.8.2009 damit auch bestätigt: "Immer wieder wird über Probleme mit einem "Schweinegrippe-Impfstoff" berichet (sic), der 1976 in den USA eingesetzt wurde, als man den Ausbruch einer Pandemie befürchtete. Diese Impfstoffe (insgesamt von vier verschiedenen Herstellern) enthielten alle kein Adjuvanz. Ungefähr zwei Drittel dieser Impfstoffe waren Ganzvirus-Impfstoffe, ein Drittel waren Spaltimpfstoffe. Bei der Anwendung dieser Impfstoffe kam es bereits kurz nach Beginn der Impfkampagne zu einem seltenen, aber auffälligen Auftreten von Erkrankungen der peripheren Nerven ("Guillain-Barré-Syndrom", GBS). Während die Epidemie ausblieb, gab es Hinweise, dass die eingesetzten Schweineinfluenza-Impfstoffe mit einem erhöhten Risiko für GBS bei Erwachsenen assoziiert waren."
Heute werde man solche Nebenwirkungen schneller bemerken können, behauptet das PEI: "Um gegebenenfalls diese Nebenwirkung bei den heutigen Schweinegrippeimpfstoffen rasch erkennen zu können, werden weltweit, auch in Deutschland, entsprechende Überwachungssysteme aufgebaut."