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Kreise: Hapag-Verlust fällt geringer aus als befürchtet



06. November 2009, 08:02 CET

Die angeschlagene Reederei Hapag-Lloyd profitiert von den wieder steigenden Frachtraten und wird Kreisen zufolge das Jahr mit einem geringeren Verlust abschließen als zuletzt befürchtet.


Reederei Hapag Lloyd Singapore Reuters
Shipping containers belonging to German transportation firm Hapag-Lloyd are seen stacked at a port in Singapore August 25, 2008. Photo: Reuters

"Das Minus könnte unter einer halben Milliarde Dollar liegen", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag Reuters. "Die Erwartungen sind übererfüllt worden", sagte ein weiterer Insider. "Wir bewegen uns im Basis-Szenario und nicht im Worst-Case-Szenario." Für den schlimmsten Fall war das Unternehmen Kreisen zufolge bislang von einem Verlust von 900 Millionen Dollar ausgegangen. "Die Liquiditätslage sieht derzeit ganz gut aus." Zusätzliche Hilfen seitens der Eigner seien derzeit nicht notwendig.

"Es hat sich gezeigt, dass die Talsohle in den Schifffahrtsmärkten erreicht ist", hieß es in Unternehmenskreisen. Das werde auch darin deutlich, dass sich die Zahl der unbeschäftigt vor Anker liegenden Schiffe zuletzt reduziert hätte. Hapag-Lloyd war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

"Kostendeckend wird bei Hapag-Lloyd zwar noch nicht gearbeitet - das war auch nicht zu erwarten. Aber gerade im Asienverkehr sind klare Verbesserungen erkennbar", sagte ein Insider. "Raten und Mengen sind angesprungen." Vor einigen Tagen hatte Großaktionär TUI bereits erklärt, dass die auf Hapag-Lloyd zurückzuführenden negativen Ergebnisbeiträge nicht ganz so hoch ausfallen würden wie zunächst befürchtet.

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