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EU rechnet mit langsamer Erholung der Wirtschaft in Europa



03. November 2009, 11:59 CET

Die Wirtschaft in der Europäischen Union setzt nach der schwersten Rezession ihrer Geschichte nach Ansicht der EU-Kommission zu einer schrittweisen Erholung an.


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A man cleans the window of a shop advertising a "closing down sale" in central London June 30, 2009. Photo: Reuters

Nach einem scharfen Einbruch um rund vier Prozent in diesem Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der neuesten Prognose der Kommission im kommenden Jahr um 0,7 Prozent zunehmen. Der Aufschwung soll sich 2011 fortsetzen mit einer Wachstumsrate von anderthalb Prozent. Die beiden größten EU-Länder Deutschland und Frankreich werden demnach mit 1,2 Prozent BIP-Wachstum 2010 Zugpferde des Aufschwungs.

"Die Wirtschaft in der EU kommt aus der Rezession heraus", erklärte EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia am Dienstag bei Vorlage der Herbstprognose. Diese fiel für das kommende Jahr deutlich besser aus als die Frühjahrsprognose im Mai. Seit der zweiten Hälfte dieses Jahres verzeichnet Europa wieder Wachstum. Um den Aufschwung zu sichern, müssten die beschlossenen Konjunkturprogramme umgesetzt und der Bankensektor weiter saniert werden. Denn die Aussichten seien nach der Krise sehr unsicher. Eine positive Überraschung beim Wachstum sei ebenso möglich wie ein Rückschlag.

Konjunkturpakete und massive Ausfälle bei den Staatseinnahmen werden die Verschuldung in der EU und der Euro-Zone unterdessen in die Höhe treiben. Das Haushaltsdefizit wird sich der Prognose zufolge in diesem Jahr auf knapp sieben Prozent in der EU verdreifachen und 2011 weiter steigen auf einen Fehlbetrag von 7,5 Prozent. In Deutschland wird ein Minus von 5,0 Prozent im kommenden Jahr erwartet, das 2011 kaum geringer ausfallen wird. Die EU-Kommission hatte Anfang Oktober bereits die ersten Schritte eines Defizitverfahrens gemäß dem Stabilitätspakt gegen Deutschland eingeleitet. Im kommenden Jahr wird von den 27 EU-Staaten nur Bulgarien unter der Defizitgrenze von drei Prozent des BIP liegen.

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