Suzuki dementiert Volkswagen-Gerüchte und hebt Prognose stark an 02. November 2009, 11:43 CET
Der viertgrößte japanische Autobauer Suzuki hat Spekulationen über ein Bündnis mit dem deutschen Rivalen Volkswagen zurückgewiesen. ![]() "Es gibt ein Sprichwort, das sagt: Wo kein Feuer ist, da ist auch kein Rauch. Aber in diesem Fall schaffen sie alle Rauch, obwohl kein Feuer da ist", sagte Vorstandschef Osamu Suzuki am Montag zu Journalisten mit Blick auf entsprechende Medienberichte. "Von unserer Seite ist da nichts dran." Zugleich vervierfachte Suzuki wegen brummender Geschäfte in Indien seine Gewinnerwartung für das bis Ende März dauernde Geschäftsjahr. Operativ rechnet der Konzern nun mit einem Überschuss von 40 Milliarden Yen (umgerechnet rund 300 Millionen Euro) statt zehn Milliarden Yen. Netto erwartet Suzuki ein Plus von 113 Millionen Euro. Analysten hatten einen operativen Gewinn von 351 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 172 Millionen Euro prognostiziert. Vor Suzuki hatten bereits Daihatsu und Fuji Heavy Industries, der Hersteller von Subaru-Autos, ihre Ausblicke nach oben geschraubt. Im zweiten Quartal ging der operative Gewinn bei Suzuki um 7,1 Prozent zurück auf 188 Millionen Euro. Der Konzern machte dafür vor allem die weltweit sinkende Nachfrage und den Anstieg des Yen verantwortlich. Analysten hatten allerdings einen doppelt so schlimmen Einbruch befürchtet. Netto stieg der Überschuss um 27 Prozent auf 78 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte um ein Viertel auf 4,5 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu vielen anderen einheimischen Konkurrenten ist Suzuki wesentlich unabhängiger vom arg in Mitleidenschaft gezogenen US-Markt. Copyright 2009 Reuters. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Material darf nicht veröffentlicht, übertragen, umgeschrieben oder weiterverbreitet werden.
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