Schweizer PMI stabilisiert sich im Wachstumsbereich 02. November 2009, 13:01 CET
Die Schweizer Industrie scheint die Rezession überwunden zu haben. ![]() Die von einem niedrigen Niveau ausgehende Wachstumsdynamik der Industrie gewinnt aber zunächst nicht mehr weiter an Schwung und bei der Beschäftigung stehen die Signale weiterhin auf Abbau. Im Oktober sank der Einkaufsmanager-Index (PMI) für die Schweiz im Vergleich zum September marginal um 0,3 Zähler auf 54,0 Punkte. Er lag aber zum dritten Mal in Folge über der Marke von 50 Punkten, unter die der PMI im vergangenen September gefallen war. Volkswirte hatten mit einem PMI-Wert von 55,0 Punkten gerechnet. Weiteres, wenngleich ein wenig abgeschwächtes Wachstum signalisiert der PMI in der Produktion und auch bei den Aufträgen. Der Teilindex für die Produktion sank um 1,5 Zähler auf 60,6 und der für den Auftragsbestand ermässigte sich um 2,4 Zähler auf 57,7. Auch wenn beiden Kennziffern deutlich im Wachstumsbereich liegen, dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Ausgangsbasis äusserst tief ist, erklärten die Konjunkturexperten von Credit Suisse, die den PMI zusammen mit dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) erhebt. Dass die Konjunktur in der Schweiz wieder besser läuft, signalisiert auch das KOF-Konjunkturbaromter, das für Oktober mit 1,45 Punkten einen Wert erreichte, der dem Stand von vor der Finanzkrise entsprach. Noch nicht reagiert hat die Beschäftigung in der Industrie. Der entsprechende PMI-Teilindex stieg nur um marginale 0,2 Punkte und verharrte bei 42,4 Zählern. Der Beschäftigungstiefpunkt ist noch nicht erreicht. Anhaltende Vorsicht bei den Industriefirmen signalisieren auch die Kennziffern für die Lager. Die Einkaufs- wie die Verkaufslager werden weiterhin abgebaut. Copyright 2009 Reuters. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Material darf nicht veröffentlicht, übertragen, umgeschrieben oder weiterverbreitet werden.
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